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Platz für 400 Flüchtlinge

Umbau in Grone hat begonnen Platz für 400 Flüchtlinge

Bis zu 400 geflüchtete Menschen sollen in der ehemaligen Halle von C+C Schaper im Groner Anna-Vandenhoek-Ring unterkommen. Bei einem Ortstermin haben sich am Montag Mitglieder des Ortsrates und des Runden Tisches sowie Groner Bürger einen Überblick über den begonnenen Umbau gemacht.

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Pascal Comte erläutert die Pläne für den Umbau der ehemaligen Halle von C+C Schaper.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. Die Elektroinstallationen in der Halle haben begonnen, ebenso Arbeiten am Brandschutz. "Und morgen die Trockenbauer", sagt Frank Beckmann. Beckmann ist im Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes, das die neue Flüchtlingsunterkunft betreiben wird, zuständig für die Betreuung und Unterbringung von Flüchtlingen.

In der östlichen Hallenhälfte entstehen 42 Parzellen, die den geflüchteten Menschen als Wohn- und Schlafbereich dienen sollen. Je nach Größe bieten sie vier bis zwölf Menschen Platz. In der anderen Hälfte entstehen ein Küchenbereich, in dem ein Caterer täglich kocht, drei Seminarräume für Sprach- und Integrationskurse, ein Spiel- und ein Fernsehzimmer.

Im hinteren Hallenbereich befinden später Duschen und Toiletten. Für den Außenbereich, so Beckmann, seien ein Spielplatz, Fußball-, Volleyball- und Basketballbereiche geplant. Nach Auskunft des DRK werde sich die Stadtverwaltung um einen Internetzugang  über WLAN für die Flüchtlinge kümmern.

Die Stadtverwaltung hat für den Umbau der Halle rund 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Sie wird die Halle für fünf Jahre mieten. Beckmann rechnet damit, dass die ersten Flüchtlinge Mitte Mai einziehen werden.

Bereits ab dem 1. April übernimmt der künftige Leiter der Unterkunft, Pascal Comte, die neue Unterkunft. "Das wird ein geiles Projekt. Ich freue mich auf die Arbeit in Grone", sagt er.

Comte hofft, möglichst viele aus seinem inzwischen gut eingespielten Zietenterrassen-Team mit nach Grone zu nehmen. Allerdings stehe der Personalschlüssel für die neue Unterkunft im Anna-Vandenhoek-Ring noch nicht fest. Beckmann betont, dass das DRK bereits ein sehr gutes Netzwerk aufgebaut habe.

Beckmann und Comte betonen, dass die Flüchtlinge, die in der Halle leben werden, aller Voraussicht nach in Göttingen bleiben werden. Daher sollen sie integriert werden und nicht isoliert.

Nachtrag 17. März 2015: Nicht Pascal Comte war Leiter der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge auf den Zietenterrassen. Bis vergangenen Dienstag hatte Claus-Peter Siebert die Leitung der Einrichtung, die vom Deutschen Roten Kreuz betreut wurde, inne.

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