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Politiker in der Werbung: Für die „gute Sache“ Kommentar: Konsequentes Nein

Lutz Knopek in Eon-Anzeige

Kommentar: Konsequentes Nein

Rechtlich mag das alles in Ordnung sein. Lokalpolitiker machen Werbung für regionale Produkte, weil ihnen die Region am Herzen liegt oder weil ihnen, wie im Fall Knopek, das Thema wichtig ist.

Werbung mit Politikern: rechtlich okay, aber „mit Geschmäckle“.

© Montage: Hinzmann

Ihre Ziele sind hehr, Geld haben sie dafür nicht bekommen, andere Vergünstigungen sind dem beiderseitigen Bekunden nach in den konkreten Fällen nicht verteilt worden und sind auch nicht zu erwarten. Das ist gut.

Michael Brakemeier

Michael Brakemeier

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Aber dieses öffentliche Engagement macht die vom Volk gewählten Politiker unnötig angreifbar. Der ohnehin nicht selten vorkommende Eindruck von Kungelei zwischen Politik und Wirtschaft verbreitet und verstärkt sich dadurch. Auch weil nicht offen kommuniziert wird, dass hier eben nicht, entgegen der üblichen Gepflogenheit der Werbebranche, für das Bereitstellen eines bekannten Gesichts bezahlt wird. Das ist schlecht.

Ein konsequentes Nein bei Anfragen dieser Art wäre angebracht. Andererseits: Die Quittung könnte für die Politiker schneller kommen als gedacht. Wer aus Sicht der Wähler durch unangemessene Werbung aneckt, mag um seine (Wieder-)Wahl bangen. Aber auch das gehört zu einer Demokratie.

Martin Sonneborn in Göttingen

Martin Sonneborn in Göttingen - Antrag zur Namensänderung von Göttingen