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Polizei Göttingen fährt Blitzmarathon im Sparbetrieb

Roringen Polizei Göttingen fährt Blitzmarathon im Sparbetrieb

Der Autofahrer aus Österreich nimmt's gelassen. Soeben ist er auf der B 27 hinter Roringen aus dem fließenden Verkehr herausgewunken worden, weil das Blitzgerät der Göttinger Polizei seinen Mercedes A-Klasse mit 117 Stundenkilometer auf der Steigung nach Roringen erfasst hat. Erlaubt sind dort nur 100.

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Quelle: Hinzmann

Roringen. Die Konsequenz: ein Verwarngeld von 20 Euro. Der Österreicher zückt gleich das Portemonnaie, die Polizistin winkt ab: „Bargeld dürfen wir nicht.“ Schon kommt das EC-Karten-Terminal zum Einsatz. Der Tempoverstoß ist abgearbeitet.

Seit 6 Uhr blitzt es am Donnerstag in ganz Deutschland, was das Zeug hält. Nur Autofahrer in der Region Göttingen kamen beim bundesweiten Blitzmarathon bislang glimpflich davon. Die Göttinger Polizei blitzte nur am Roringer Berg, und das auch nur von 6 bis 12 Uhr. Dazu kam eine Messstelle zwischen Duderstadt und Hilkerode. Grund: Zuviel Personal wurde für die Begleitung der Klausurtagung der Bundestags-Fraktionsvorstände von CDU/CSU und SPD in Göttingen am Donnerstagmittag benötigt.

Die Ausbeute blieb überschaubar. Elf Autofahrer gingen ins Radarnetz. Zehn davon blieben im Verwarnbereich. Nur beim mit 127 Stundenkilometern Schnellsten wurde ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro fällig. Dazu kommt ein Punkt in Flensburg.

Einer der anderen Schnellfahrer hatte zudem eine Blitzer-Warn-App auf seinem Mobiltelefon. Die hatte ihn nicht rechtzeitig gewarnt, bereitete dem Fahrer jedoch darüberhinaus weiteren Ärger. Solche Apps sind verboten, so dass zusätzlich zum Verwarngeld für die illegale elektronische Hilfe jetzt noch ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro fällig wird.

Warum der Mercedes-Fahrer bei der Kontrolle an der B 27 bei Roringen sein Verwarngeld so ungerührt beglich, erklärte sein Mitfahrer von der Rücksitzbank: „Bei uns in Österreich ist das doppelt so teuer.“

Foto: Hinzmann

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