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Polizei Göttingen fasst Automatensprenger im Kreis Northeim

20 Geldautomatensprengungen bundesweit Polizei Göttingen fasst Automatensprenger im Kreis Northeim

Beamte der Polizeidirektion Göttingen haben mit Unterstützung von Spezialeinsatzkräften zwei Geldautomatensprenger in Lüthorst (Kreis Northeim) festgenommen. Dies teilte die Polizei am Dienstag mit. Die beiden aus Polen stammenden Männer waren gerade dabei, den Geldautomaten einer Bankfiliale aufzusprengen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen/Lüthorst. Anfang September vergangenen Jahres war es innerhalb einer Stunde zu gleich zwei Geldautomatensprengungen bei Bank- und Sparkassenfilialen in Unterlüß (Kreis Celle) und Wriedel (Kreis Uelzen) gekommen. Den Tätern gelang es jedoch bei diesen Taten nicht, Bargeld zu erbeuten. Dafür entstand an beiden Gebäuden erheblicher Schaden. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Taten übernahm das Fachkommissariat Bandenkriminalität der Zentralen Kriminalinspektion (ZKI) in Lüneburg die Ermittlungen.

Wenige Tage später sprengten die Täter einen Geldautomaten der Sparkassenfiliale in Bendestorf und den einer Bankfiliale in Brackel (beide Kreis Harburg). Bei diesen beiden Taten konnten die Männer auch Geld aus den Automaten entnehmen. Anschließend flüchteten sie mit einem Stunden zuvor im Bereich Lüneburg gestohlenen Audi A6. Der Fluchtwagen wurde einige Wochen später nach einer weiteren versuchten Geldautomatensprengung in Hamburg-Neuenfelde gefunden.

Die weiteren Ermittlungen ergaben, das bis zu fünf Männer an den Taten beteiligt waren, die mutmaßlich aus Polen stammen. Dieser Verdacht konnte im Laufe der Untersuchungen konkretisiert werden. Außerdem fanden die Beamten heraus, dass die Täter bereits seit Sommer vergangenen Jahres aktiv waren und für insgesamt 20 Geldautomatensprenungen in Bank- und Sparkassenfilialen in ganz Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg sowie für diverse Pkw-Diebstähle verantwortlich sind.

Mitte Februar gelang es den ermittelnden Beamten dann mit Unterstützung von Spezialeinsatzkräften, zwei der Täter in Lüthorst festzunehmen. Gegen beide wurden Haftbefehle beantragt, die Täter befinden sich zurzeit in Untersuchungshaft.

Wie die Polizeidirektion Göttingen am Dienstag weiter mitteilte, durchsuchten die Lüneburger Beamten vergangene Woche die Wohnungen weiterer Tatverdächtiger in Polen. Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa drei Millionen Euro. Außerdem hatten die Täter bei den Sprengungen eine hohe Gefährdung von Unbeteiligten billigend in Kauf genommen.

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