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Polizei informiert ältere Autofahrer

In Licht investieren Polizei informiert ältere Autofahrer

Mobil auch im hohen Alter? Nicht selbstverständlich, meint die Polizei. Am Freitag gab es auf der Polizeidienststelle in Weende einen Informationsnachmittag mit vielen Experten.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Selbstredend, sprach Jörg Arnecke die Besucher an, brächten die Anwesenden ihr Auto zur Inspektion in die Werkstatt. „Aber“, so der Verkehrssicherheitsberater, „da gibt es noch jemand, der Sie kennenlernen will – Ihr Hausarzt.“ Hoher Blutdruck, Diabetes, alle möglichen Medikamente, darunter auch frei verkäufliche, könnten die Reaktionsfähigkeit und sonstigen körperlichen Fähigkeiten erheblich beeinträchtigen.

Im medizinischen Bereich erläuterte die Ärztin Anne Jitschin die Tücken von Krankheiten und Medikamenten, die bei Autofahrern Beeinträchtigungen hervorrufen können. Fahrtrainer Tobias Hillmann verwies auf die Segnungen moderner Automobiltechnik, die Senioren das Leben und Fahren leichter machten: Automatik, Regen- und Lichtsensoren, die verschiedenen Fahrassistenzsysteme – alles könne dazu beitragen, dass sich Senioren besser auf den Verkehr konzentrieren können. Zentraler Tipp Hillmanns: „Wenn Sie sich einen Neuwagen zulegen, investieren Sie in Licht.“ Moderne LED-Technik sei viel leistungsfähiger als die herkömmlichen Halogen-Lampen und auch besser als Xenon-Licht.

Laut Sicherheitsberater Arnecke sehr wichtiges Thema beim Abbiegen, im Kreisverkehr und Spurwechsel: der Schulterblick. Hier gebe es bei älteren Menschen öfter Bewegungseinschränkungen. Arnecke empfahl gezieltes Training, denn allein der Blick in die Rückspiegel sei nicht sicher genug.

Ganz großes Problem bei Senioren: Panik nach einem leichten Unfall mit der Konsequenz Fahrerflucht. Niemand, erläuterte Arnecke, wolle älteren Autofahrern nach einem kleinen Rempler auf dem Supermarktparkplatz den Führerschein wegnehmen: „Das kann jedem mal passieren.“ Aber nach einer Fahrerflucht sei der Schein in höchster Gefahr. Und ob hochbetagte Autofahrer ihn dann zurückbekämen, sei sehr fraglich.

Nach den geballten Informationen ging es nach draußen auf den Parkplatz der Polizeidienststelle. Jeder der Besucher konnte sich an seinem eigenen Fahrzeug einweisen und sich beispielsweise die richtige Sitzposition, die korrekte Einstellung der Rückspiegel und andere Praxistipps zeigen lassen. Und Fahrtrainer Hillmann zeigte an seinem Fahrzeug, welche hilfreiche Technik in modernen Fahrzeugen eingebaut sein kann.

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Von Redakteur Matthias Heinzel

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