Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Pedelec schneller als Autofahrer vermuten

Polizei informiert über E-Mobilität Pedelec schneller als Autofahrer vermuten

Über Elektro-Mobilität auf zwei Rädern haben am Freitag Polizeiinspektion, Verkehrswacht, EAM und die Klimabeauftragten von Stadt und Landkreis informiert. Für viele der 120 Besucher ging es aber vor allem darum: Einmal ausprobieren, wie man mit E-Bike oder Pedelec unterwegs ist.

Voriger Artikel
Kutscherverein gibt die Zügel aus der Hand
Nächster Artikel
CDU/FDP: Kleingärten sollen bleiben

Jörg Arnecke erklärt die Funktion von Elektrofahrrädern.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Dafür sorgte ein Fahrradhändler, der etliche der elektrisch angetriebenen Zweiräder mitgebracht hatte. Auf dem Hof der Polizeiinspektion konnten die Gefährte dann ausprobiert werden. Ziel war es, „Sicher in den Frühling“ zu starten, also sich auch mit dem elektrifizierten Rad nicht größeren Gefahren im Verkehr auszusetzen.

Denn Jörg Arnecke, Verkehrssicherheitsberater der Polizei, hatte eingangs auf die Unfallschwerpunkte der Stadt verwiesen, an denen Radler, auch solche mit E-Antrieb, besonders häufig gefährdet werden. Das sind das Groner und das Geismartor, der Godehard-Kreisel und die Kreuzung Kreuzbergring und Robert-Koch-Straße. Hier passiert es oft, dass Elektroräder von Autofahrern unterschätzt werden oder Zweiradfahrer selbst ihre Gefährte unterschätzen. Der ältere Mensch auf dem Rad, so Arnecke, werde weniger schnell erwartet als der junge Rennradfahrer auf dem Radweg. Hat er aber ein Pedelec, kann er schneller neben dem abbiegenden Auto auftauchen als vermutet.

Auf die Vorteile des E-Rades für den Klimaschutz gingen die Klimaschutzmanagerinnen von Stadt und Kreis ein - wenn denn die Pedelec-Fahrt eine Autofahrt ersetzt. Unter acht Kilometer Fahrstrecke ist man mit dem E-Rad gar schneller als mit dem Auto in der Stadt. Und auch die Energiekosten - zwölf Cent je Kilometer mit dem Auto, knapp einer mit dem E-Bike - spielten eine Rolle. Peter Schulze von der EAM rechnete das mit persönlicher Erfahrung vor: Er fahre auf seinem Pedelec 100 Kilometer mit einer Stromladung für 17 Cent. Er gab wichtige Tipps zur Auswahl des Rades und zur Akku-Pflege. Dann ging es an die Praxis - natürlich, wie Arnecke gemahnt hatte, mit Helm. Praxis können die Interessierten, meist Menschen jenseits des 50. Lebensjahres, im Mai bei einer weiteren Veranstaltung der Polizeiinspektion vertiefen. Dann gibt es mit Peter Hüttenmeister von der Verkehrswacht ein Fahrsicherheitstraining mit dem Pedelec.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Tanzende Schneeflocken im "Kauf Park"