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Polizei Göttingen klärt Serie von Metalldiebstählen auf

Einbrüche in Northeim und Bovenden Polizei Göttingen klärt Serie von Metalldiebstählen auf

Die Polizei hat eine rumänische Einbrecherbande ausgehoben. Mehr als zehn Mitglieder wurden festgenommen. Drei der Männer im Alter von 21 bis 33 Jahren sitzen zurzeit in Untersuchungshaft. Die Bande hatte sich auf den Diebstahl von Buntmetallen spezialisiert.

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Göttingen / Hildesheim. Auch in Südniedersachsen stahlen sie tonnenweise Messing und Kupfer. Der Wert der Beute insgesamt: etwa eine halbe Million Euro.

Ausgangspunkt der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hildesheim und der Polizeidirektion Göttingen war ein Einbruch im Mai 2014 in eine Firma in Delligsen bei Holzminden. Allein dabei erbeutete die Bande sechs Tonnen Bronze im Wert von mehr als 100 000 Euro.

Danach beging die Bande in unterschiedlichen Besetzungen von April bis August 2014 von Leipzig aus 18 Firmeneinbrüche und stahl dabei immer wieder Buntmetall im Tonnenbereich. Spätere Ermittlungen ergaben, dass die Bande seit mindestens 2013 im Bundesgebiet aktiv war. Ihr Aktionsradius von Leipzig aus: mehr als 200 Kilometer.

Immer ging die Bande nach dem gleichen Muster vor: Erst wurden Außenzäune durchtrennt und Fenster, Türen oder Tore zu den Fabrikationshallen der Buntmetall verarbeitenden Betriebe aufgebrochen. Dann setzten sie die Überwachunganlagen außer Gefecht, indem sie den Strom kappten. Nachdem sie die Hallentore geöffnet hatten, beluden die Täter ihre Fahrzeuge mit der Beute.

In Leipzig zu Geld gemacht

Das Metall wurde sofort nach der Rückkehr bei einem Schrotthandel bei Leipzig zu Geld gemacht. Betroffen waren unter anderem im April ein Metall verarbeitender Betrieb bei Bovenden (Beute: zwei Tonnen Messing im Wert von 50 000 Euro) und im Mai ein Elektromaschinenbau-Betrieb in Northeim (Beute: zwei Tonnen Kupfer im Wert von 10 000 Euro).

Weitere Tatorte: in Niedersachsen Delligsen, Rhüden, Hildesheim, Wolfsburg, Lamspringe, Wolfenbüttel und Helmstedt, Klingenthal in Sachsen, Schleusingen, Plaue und Seligenthal in Thüringen und Neupetershain in Brandenburg.

Nachdem die Bande ihr Hauptquartier nach Erlensee bei Hanau in Hessen verlegt hatte, wurden dort drei Bandenmitglieder festgenommen. Es folgten Durchsuchungen in Erlensee und Leipzig. Auch der Betrieb des Aufkäufers in Leipzig wurde durchsucht.

Sichergestellt wurden Beweismittel und Diebesgut – unter anderem ein PC, drei Laptops, acht Mobiltelefone, Autositze, Einbruchswerkzeug, Elektrowerkzeuge, Täterbekleidung, ein BMW X1 im Wert von etwa 20 000 Euro und rund 41 000 Euro in bar.

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