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Polizei Göttingen kündigt Kontrollen an

Handy am Steuer Polizei Göttingen kündigt Kontrollen an

Das Smartphone ist der "Killer Nr. 1" im Straßenverkehr, sagt die Polizeiinspektion Göttingen - und kündigt in den nächsten Tagen Kontrollen in Stadt und Landkreis Göttingen an.

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Alarmierend viele Autofahrer sind einer neuen Studie zufolge wegen Lesens und Tippens auf dem Smartphone ein ernsthaftes Verkehrsrisiko.

Quelle: Holger Hollemann

Göttingen. Die Polizeiinspektion Göttingen werde unter anderem in der nächsten Woche durch gezielte kleinere und größere Kontrollen die fehlende Aufmerksamkeit durch die Nutzung von Mobiltelefonen bekämpfen, heißt es in einer Mitteilung.

Hintergrund: Das sichere Führen eines Fahrzeugs erfordere jederzeit die volle Konzentration, insbesondere bei der heutigen Komplexität der Verkehrsvorgänge und der Intensität der Verkehrsdichte, so die Polizei. Werde der Fahrzeugführer bei der Fahrt durch eine weitere Tätigkeit - wie die Nutzung eines Mobiltelefons - abgelenkt, ergäben sich zwangsläufig Aufmerksamkeitsdefizite und unkalkulierbare Gefahrensituationen. Insbesondere junge Fahranfänger seien durch das Bedürfnis, permanent online zu sein, durch den sogenannten "Silent - Killer", wie die Polizei das Smartphone auch nennt, besonders gefährdet.

Verkehrsunfälle seien meist nicht monokausal, so die Polizei. Neben der Nutzung von Mobiltelefonen im Straßenverkehr beeinflusse die Geschwindigkeit in erheblicher Weise die Unfallschwere. Wer als Fahrzeugführer bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h nur eine Sekunde auf das Handy schaut, fährt der Polizei zufolge annähernd 30 Meter im Blindflug. Bei 50 km/h sind es 14 Meter. Telefonieren erhöhe das Unfallrisiko um das Fünffache, das Texten um das 23-fache.

Dem Führer eines Kraftfahrzeugs sei es daher untersagt, ein Mobil- oder Autotelefon zu nutzen, wenn das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werde. "Die verbotswidrige Nutzung von Mobiltelefonen gilt im Übrigen auch für Fahrradfahrer", teilt die Polizei weiter mit. Das zu erwartende Bußgeld für Kraftfahrer beträgt demnach 60 Euro, hinzu kommt ein Punkt in Flensburg. Telefonierenden Radfahrern droht ein Verwarngeld von 25 Euro.

Polizeihauptkommissar Jörg Arnecke, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Göttingen, rät: Keine Ablenkung am Steuer; konzentrieren Sie

sich auf die Verkehrssituation; Telefonieren Sie nur mit Freisprechanlage und dies nur im Notfall; Reduzieren Sie generell Gerätebedienungen auf ein Minimum; programmieren Sie das Navi vor Fahrtbeginn.

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