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Zunahme von Straftaten gegen Verbindungen

Ermittlungsgruppe eingerichtet Zunahme von Straftaten gegen Verbindungen

Wegen der Zunahme von Straftaten gegenüber studentischen Verbindungen richtet die Göttinger Polizei jetzt eine spezielle Ermittlungsgruppe ein. Sie werde im Fachkommissariat "Polizeilicher Staatsschutz" angesiedelt, teilte Polizeipräsident Uwe Lührig am Freitag mit.

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Quelle: Thiele (Symbolbild)

Göttingen. Seit etwa sechs Monaten verzeichne die Polizeiinspektion Göttingen „eine quantitative Steigerung von Straftaten zum Nachteil von studentischen Verbindungen und deren Umfeld beziehungsweise deren Mitgliedern im Vergleich zu den zurückliegenden Jahren“.   Auch qualitativ sei eine Zunahme der damit verbundenen Gefährdungen oder Schäden feststellbar.

Erst Mitte April gab es eine offenbar vorsätzliche Brandstiftung eines Gartenhauses einer Burschenschaft an der Bürgerstraße. Nur durch den schnellen Einsatz der Berufsfeuerwehr konnte eine weitere Ausbreitung der Flammen auf ein Nachbarhaus weitgehend verhindert werden.

Dennoch gab es erhebliche Schäden. Außerdem registrierte die Polizei Göttingen vermehrt einen Anstieg von Brandstiftungen an Fahrzeugen, deren Eigentümer studentischen Verbindungen nahestehen oder von den Tätern vermutlich dem politisch rechtsmotivierten Spektrum zugerechnet werden. Zudem gab es eine Reihe von Körperverletzungen und Nötigungen zum Nachteil von Verbindungsstudenten und Sachbeschädigungen an Verbindungshäusern. In allen Fällen deuteten die Umstände auf politisch motivierte Taten der linken Szene hin.

Grüne gegen Anschlag gegen Verbindung

Auch die Grüne Jugend Göttingen verurteilt die Brandstiftung auf dem Grundstück der Studentenverbindung Corps Hannovera in der Nacht zum 17. April. Die "Unterstellungen der CDU" in Göttingen herrsche eine "klammheimliche Freude" über den Anschlag, weise die Gruppe "eindeutig zurück".

Die Grüne Jugend verurteile diesen Anschlag, "bei dem das Leben Unbeteiligter massiv gefährdet wurde, ausdrücklich und ohne Einschränkung". Den Betroffenen gelte ihre volle Solidarität, sie sollten "alle Hilfe bekommen, die sie brauchen". Wenn sich diese Aktion gegen die Studentenverbindung gerichtet habe, fordere die Grüne Jugend, dass "Sexismus, Rassismus, Nationalismus und Homophobie" inhaltlich kritisiert und bekämpft werden müssten, "aber auf keinen Fall durch rücksichtslose und lebensgefährliche Aktionen wie diese".

Über die Gefährdung von Menschenleben freue sich niemand in Göttingen.          

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