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Polizei befürwortet komplettes Böller-Verbot

Ausschreitungen an Silvester Polizei befürwortet komplettes Böller-Verbot

Die Göttinger Polizei befürwortet ein von der Stadt angedrohtes generelles Böller-Verbot in der Innenstadt – wenn sich die Verhältnisse in der Silvesternacht nicht drastisch verbessern. Das sagt Thomas Rath, Leiter der Polizeiinspektion Göttingen.

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Quelle: vetter

Göttingen. „Nur ein solches Verbot schafft letztlich Rechts- und Verbotsklarheit für alle Beteiligten und ermöglicht unseren Kollegen ein konsequentes Einschreiten. Hann. Münden und Duderstadt haben damit bereits gute Erfahrungen gemacht“, betont Rath auf Anfrage. Allerdings zöge ein Verbot auch eine starke Präsenz des Stadtordnungsdienstes und „eine sehr hohe Polizeidichte in der Innenstadt“ nach sich. „Dies dürfte die Feierlaune womöglich etwas trüben. Was bedeutet, dass alle Vernünftigen wieder einmal unter dem Egoismus und der Rücksichtslosigkeit einiger Unbelehrbarer zu leiden hätten“, sagt Rath.

Die Stadt Göttingen hatte am Montag mit einem kompletten Böller-Verbot in der Innenstadt gedroht, wenn sich Vorfälle wie im vergangenen Jahr wiederholen sollten. In der Silvester-Nacht 2014/2015 waren Göttinger Feuerwehrleute während eines Einsatzes am Markt mit Raketen und Knallkörpern beworfen worden – unter Applaus der Umstehenden. „Mit großem Nachdruck“ unterstütze die Göttinger Polizei den Appell der Stadt Göttingen, verantwortungsvoll mit Feuerwerkskörpern umzugehen, „da sich die Situation in den vergangenen Jahren deutlich verschlimmert hat“, erklärt Rath.

Vor diesem Hintergrund werde die Polizei in der Silvesternacht verstärkt Streife gehen und Sonderkräfte einsetzen. „Allerdings werden wir nicht an allen Stellen gleichzeitig sein können und sind von daher umso mehr auf verantwortungsbewusste Mitbürger angewiesen, damit sich solch extreme Szenarien wie 2015 nicht wiederholen“, so Rath.

Unterdessem wird das Thema Böller-Verbot auf der Facebook-Seite des Tageblatts ausgiebig kommentiert. Die meisten Nutzer stärken der Stadt den Rücken. „Richtig so“, „Umsetzen, das war nicht mehr lustig“ oder „Verbieten? Ja bitte“ sind nur einige Beispiele von vielen. afu

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