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Polizei löst Mordkommissionen "Baum" und "Berg" auf

Tötungsdelikte aufgeklärt Polizei löst Mordkommissionen "Baum" und "Berg" auf

Zwei Mordfälle innerhalb von rund zwei Wochen haben Anfang des Jahres die Stadt Göttingen erschüttert. Am 26. Januar wurde der 34-jährige Christian L. von einem Anwohner beim Ausführen eines Hundes tot an einem unbeleuchteten Weg am Leineberg gefunden. Der 34-Jährige war massiver Gewalteinwirkung erlegen. Am 9. Februar wurde eine 46 Jahre alte Frau von ihrem Ex-Ehemann vor ihrer Wohnung in einem Hochhaus im Ortsteil Holtenser Berg mit einem Schuss niedergestreckt und verstarb am nächsten Tag.

Die Polizei Göttingen musste damit innerhalb kurzer Zeit zwei Mordkommissionen mit je rund 30 Ermittlern einrichten und über lange Zeit parallel zur Aufklärung der beiden Verbrechen einsetzen.

Inzwischen konnten beide Morde aufgeklärt und die Ermittlungen weitestgehend abgeschlossen werden. "Die Taten sind aus polizeilicher Sicht geklärt", so der Chef der Göttinger Kripo, Kriminaldirektor Dirk Pejril.

Die Ermittlungen im Mordfall am Holtenser Berg (MoKo "Berg") brachten aufgrund des schnellen Fahndungserfolges nach dem 48-jährigen Ex-Ehemann und einem 45-jährigen mutmaßlichen Mittäter zeitnah belastbare Ergebnisse, auch weil der Hauptverdächtige unmittelbar ein Geständnis ablegte. Der Ex-Ehemann sitzt wegen des Vorwurfs des Mordes in Untersuchungshaft, die Rolle seines Mittäters wird im Rahmen der Gerichtsverhandlung zu klären sein.

Schwieriger gestalteten sich die Ermittlungen zum Mordfall am Leineberg (MoKo "Baum"), nicht zuletzt aufgrund der Verflechtungen des Opfers und der mutmaßlichen Täter zum kriminellen Milieu. "Wir hatten aufgrund der Fundsituation, des Verletzungsbildes sowie der Lebensgestaltung des Opfers und seiner Bezugspersonen eine schwierige Ausgangslage für unsere Ermittlungen. Durch kriminalistische Feinarbeit und durch umfänglichste Maßnahmen konnten wir auch in diesem Fall das Geschehen und die Rolle der beiden Beteiligten klären", so Kripo-Chef Pejril.

Die Mordkommission "Baum" konnte am 30. Januar, vier Tage nach der Tat, zwei Tatverdächtige im Alter von 23 und 30 Jahren vorläufig festnehmen. Das Amtsgericht Göttingen erließ gegen beide Personen Haftbefehl wegen Verdachts des Totschlags. Seither sitzen die beiden in der JVA Rosdorf in Untersuchungshaft. Im Zuge der intensiven Ermittlungen hatte die Mordkommission neben der kriminaltechnischen Auswertung von Spuren und umfänglichen Zeugenvernehmungen auch mehrere Spezialhunde, so genannte Mantrailerhunde, eingesetzt. "Der Einsatz dieser Hunde hat eindrucksvolle Ergebnisse erbracht, die in der Gesamtschau mit anderen Erkenntnissen Geschehensabläufe und Tathandlungen der Verdächtigen objektiv nachvollziehbar gemacht haben," erklärte Pejril.

Dem Einsatz dieser Spezialhunde zur Aufklärung des Gewaltverbrechens vom Leineberg hatte die Staatsanwaltschaft Göttingen ausdrücklich zugestimmt. "Die Mantrailerhunde haben Spuren verfolgt und Wege der Tatverdächtigen sowie des Opfers nachvollzogen.
Ihre Suchergebnisse können fundamentale Bedeutung für die Aufklärung von schweren Straftaten haben. Diskussionen zum Einsatz- und Beweiswert dieser Hunde erweisen sich nicht zuletzt vor dem Hintergrund der auch in diesem Verfahren erzielten Ergebnisse als unbegründet", erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen, Oberstaatsanwalt Hans-Hugo Heimgärtner.

ots

Diese Meldung ist eine Pressemitteilung der Polizei Göttingen

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