Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Radmuttern an Autos gelöst

Polizei registriert drei Fälle im Kreisgebiet Radmuttern an Autos gelöst

Es gehört zu den Schreckensszenarien eines jeden Autofahrers: Die Räder des Fahrzeugs machen sich selbstständig. Gleich drei dieser Fälle hat die Polizei in den vergangenen zehn Tagen im Kreisgebiet aufgenommen. Es entstand Sachschaden, verletzt wurde niemand. 

Voriger Artikel
Brochthausen und Niedernjesa eine Runde weiter
Nächster Artikel
Landesbischof warnt vor „Verachtung“ der Politiker

Nach Aussage der Polizei kann bisher kein Zusammenhang zwischen den Unfällen hergestellt werden.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Der erste Fall ereignete sich der Polizei zufolge am Dienstag, 13. September, auf der Kasseler Landstraße. An einem Suzuki lösten sich während der Fahrt das linke Hinterrad und die Bremsscheibe, rollten in den Gegenverkehr und beschädigten einen entgegenkommenden Mercedes. Die Radmuttern lagen in unmittelbarer Nähe des Wagens. Nach Aussage des Fahrzeughalters habe er in letzter Zeit keinen Reifenwechsel vorgenommen oder die Räder  anderweitig gelöst.

Nur drei Tage später verlor ein Polo-Fahrer auf der Landstraße zwischen Offensen und Adelebsen die Kontrolle über seinen Wagen, geriet in den Gegenverkehr und kam schließlich auf dem Seitenstreifen zum Stillstand. Nach eigenem Bekunden ließ sich das Fahrzeug vor dem Unfall kaum noch manövrieren. Eine Begutachtung des Polo ergab, dass am linken Vorderrad drei von vier Radmuttern fehlten.

Am Sonntag, 18. September, passierte es in der Ortsdurchfahrt von Bodensee. Hier löste sich an einem Skoda plötzlich das linke Vorderrad. Dem Fahrer gelang es, den Wagen auf der Bremsscheibe zum Stehen zu bringen. Von den Radmuttern keine Spur.

Nach Aussage der Polizei kann bisher kein Zusammenhang zwischen den Unfällen hergestellt werden. Dennoch habe man vorsorglich Strafverfahren gegen Unbekannt eingeleitet. Sollten die Muttern mutwillig gelöst worden sein, wäre das eine Straftat, die mit Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft würde, so die Ermittler weiter.

In Anbetracht der jüngsten Fälle und der bevorstehenden Wintersaison weist die Polizei außerdem daraufhin, dass Radmuttern 50 Kilometer nach dem Radwechsel überprüft und nachgezogen werden sollten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Tanzende Schneeflocken im "Kauf Park"