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Polizei schlägt bei Hells Angels in Adelebsen zu

Einsatzkommando im Boxclub Polizei schlägt bei Hells Angels in Adelebsen zu

Mit einem Großaufgebot von Polizeibeamten sowie einem Sondereinsatzkommando hat die Polizei Nordhessen am Montagabend, 29. September, den Boxclub der Rockergruppe Hells Angels in Adelebsen durchsucht und mutmaßlich mehrere Führungskräfte der umstrittenen Vereinigung festgenommen.

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Zentrale der Göttinger Hells Angels: Hier kam es zum Großeinsatz der Polizei.

Quelle: Hinzmann

Adelebsen. Die Aktion geht von der Polizeidirektion Nordhessen aus. Göttinger Beamte haben offenbar lediglich Unterstützung geleistet.

Anlass der Aktion ist mutmaßlich ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Kassel wegen des Verdachts der Erpressung. Ob das damit zusammenhängt, dass die Göttinger Türsteher-Szene fest in der Hand von Sicherheits-Dienstleistern aus Kassel liegt und sich Mitglieder der Göttinger Hells Angels zuletzt verstärkt als Türsteher engagierten, ist nicht bestätigt.

Es war gegen 18 Uhr, als drei Mannschaftswagen der Polizei vorfuhren und Polizeibeamte in voller Einsatz-Montur herausstürmten. Sie stellen noch auf der Straße drei Rocker mit ihren schweren Maschinen. Der Rest stürmte den Club in der Langen Straße, das Hauptquartier der Göttinger Hells Angels.

Führende Mitglieder verschiedener Rockergruppen?

Im Innern sollen elf Personen, neun Männer und zwei Frauen, angetroffen worden sein. Dabei soll es sich unbestätigten Informationen zufolge unter anderem um führende Mitglieder verschiedener Rockergruppen gehandelt haben. Ob diese festgenommen oder gar verhaftet wurden, ist nicht bekannt.

Keine Polizeidienststelle bestätigt den Einsatz. Vorsorglich war ein Gefangenenbus der Polizei vor das Gebäude gefahren worden. Die Staatsanwaltschaft Göttingen war nach eigener Auskunft nicht beteiligt. Die Kollegen aus Kassel waren am Abend nicht mehr zu erreichen. Und die Polizei Kassel gibt mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft keine Auskunft.

Der Einsatz dauerte mehr als drei Stunden an. Offenbar wurde der gesamte Club gründlich durchsucht. Ob auch Gegenstände oder Akten beschlagnahmt wurden, ist nicht bekannt.

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