Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Polizei verwarnt 22 Autofahrer auf der L569

Durchfahrverbot missachtet Polizei verwarnt 22 Autofahrer auf der L569

Ärger und keine Ende: Obwohl die Landesstraße 569 zwischen Göttingen und dem Kreisel Diemarden/Klein Lengden gesperrt ist, missachten einige Autofahrer weiterhin das Durchfahrverbot. Jetzt hat die Polizei erstmals kontrolliert – und gleich 22 Verwarnungen ausgesprochen.

Voriger Artikel
Sommerparty statt Herbststimmung
Nächster Artikel
Letzter Außenminister der DDR spricht in Göttingen

Einige Autofahrer missachten die Sperrung der L 569 zwischen Göttingen und Klein Lengden. Jetzt hat die Polizei erstmals durchgegriffen.

Quelle: Christoph Mischke

Göttingen/Gleichen. Wegen Bauarbeiten am Radweg war die Landesstraße, eine wichtige Pendlerstrecke zwischen Göttingen und Duderstadt, am Montagnachmittag gesperrt worden. Das hatte zu heftiger Kritik von Autofahrern, Politikern und sogar Radfahrern geführt. Die einen beschwerten sich über die kurzfristige Ankündigung der Sperrung, die anderen bezweifelten die Notwendigkeit der Bauarbeiten. Wiederum andere kritisierten, dass die Straße gleich in beiden Richtungen gesperrt wurde. All diese Beschwerden verhallten allerdings ungehört, die Vollsperrung blieb bestehen.

20 Euro pro Knöllchen

Das aber schein auch weiterhin einige Verkehrsteilnehmer nicht zu interessieren. Auch am Dienstag und Mittwoch ignorierten Autofahrer die Absperrung und fuhren auf der gesperrten Strecke, wie Polizeisprecherin Jasmin Kaatz gegenüber dem Tageblatt bestätigte. Bei Kontrollen am Dienstag und am Mittwochmorgen hätten die Beamten insgesamt 22 „gebührenpflichtige Verwarnungen“ gegen Autofahrer ausgesprochen, die das Durchfahrverbot missachtet hätten. Kostenpunkt pro Fall: 20 Euro.

„Wir werden das auch weiterhin im Auge behalten“, betonte Kaatz. Vor allem zu den Hauptverkehrszeiten, aber auch im normalen Streifendienst werde die Polizei die Situation in den nächsten Tagen beobachten und wenn nötig auch wieder einschreiten. Dabei würden die Beamten auch einen Feldweg im Bereich der Diemardener Warte kontrollieren, der anscheinend von einigen Autofahrern als Ausweichstrecke genutzt werde, so Kaatz. Denn auch dort sei die Durchfahrt verboten.

Busse und Rettungswagen dürfen passieren

Die Autos kommen problemlos durch die Absperrung an der L569, weil die Sperrbaken so gestellt wurden, dass auch Busse und Rettungsfahrzeuge passieren können. Denn diese dürfen die Straße mit einer Sondergenehmigung weiterhin benutzen. „Doch das bedeutet nicht, dass Autofahrer einfach die Verkehrsschilder ignorieren dürfen“, betonte Udo Othmer, Leiter der Straßenbaubehörde in Bad Gandersheim, am Dienstag. Die Verkehrsteilnehmer begehen dabei nach seinen Angaben nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern verlieren auch ihren Versicherungsschutz bei einem möglichen Unfall. Während am Dienstag nur kleinere Arbeiten erledigt wurden, soll es im Laufe des Mittwochs richtig losgehen. „Da kann es dann sein, dass die Autofahrer nicht an den Baufahrzeugen vorbeikommen und warten oder wenden müssen“, sagte Othmer.

Dies betonte auch der Leiter der Straßenmeisterei Göttingen, Stephan Fürsten: „Wir werden unsere Arbeiten nicht unterbrechen, um für ein Auto, was dort eigentlich gar nicht langfahren darf, Platz zu machen.“ Denn die Arbeiten sollen wie geplant bis zum 27. Oktober abgeschlossen werden.

Von Andreas Fuhrmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Landtagswahl: So feiern die Parteien in Göttingen und der Region