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Täter nutzen Martinssingen als Türöffner

Göttinger Polizei warnt vor Trickdieben Täter nutzen Martinssingen als Türöffner

Seit einiger Zeit nutzen Straftäter Brauchtumsfeste für ihre Zwecke. Daher warnt die Polizei im Vorfeld des Martinstages vor Dieben, die sich auf diesem Wege Zugang zu Wohnungen verschaffen. Mit der Masche „Martinssingen als Türöffner“ waren Täter im vergangenen Jahr mehrfach erfolgreich.

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Quelle: dpa

Göttingen. Seit einiger Zeit nutzen Diebe Brauchtumsfeste für ihre Zwecke. Daher warnt die Polizei im Vorfeld des Martinstages vor Personen, die sich Zugang zu Wohnungen verschaffen wollen. Mit der Masche „Martinssingen als Türöffner“ waren Täter im vergangenen Jahr mehrfach erfolgreich.

So waren 2016 zwei Seniorenresidenzen im Landkreis Ziel der Täter. Die Vorgehensweise sei dabei so einfach wie wirkungsvoll gewesen: Zwei Erwachsene klingeln in Begleitung von zwei etwa achtjährigen Mädchen an der Wohnungstür. Nach dem Öffnen der Tür singen die Kinder mit Laternen in der Hand Martinslieder. Die Erwachsenen, die während der Tat Handschuhe trugen, stellen sich als Lehrer der Kinder vor. Und als die Geschädigte den Mädchen Süßigkeiten aus der Küche will, folgen die vier Personen der Frau in die Wohnung. Während die Kinder sie weiter mit Liedern ablenken, entwendet einer der Erwachsenen aus einem Nachttisch im benachbarten Schlafzimmer den Schmuck. Kurze Zeit später verlassen die vier Personen das Gebäude und entkommen unerkannt.

Die Polizei rät, keine Unbekannten in die Wohnung zu lassen. Süßigkeiten und andere Belohnungen für die Martinssänger sollten direkt an der Tür aufbewahrt werden. Wer sich in der Situation unwohl oder bedrängt fühlt, sollte Nachbarn hinzurufen. Wer trotz der Vorsichtsmaßnahmen dennoch Opfer einer Straftat geworden ist, sollte möglichst umgehend die Polizei verständigen. „Je schneller die Kollegen verständigt werden, desto höher ist die Chance, Täter dingfest zu machen“, so der Rat der Polizei.

Von Markus Scharf

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