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Lührig macht Linksextreme verantwortlich

„Brennpunkt politisch motivierter Gewalt“ Lührig macht Linksextreme verantwortlich

Mit mehr Personal will die Polizei Göttingen weitere drohende Zusammenstöße zwischen Linken und Rechten verhindern. „Wir haben zusätzliche Kräfte über das Innenministerium angefordert“, sagte Polizeipräsident Uwe Lührig.

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Uwe Lührig

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Lührig kündigte vor dem Hintergrund der sich in jüngster Vergangenheit häufenden Auseinandersetzungen zwischen Linken und Rechten zusätzliche Streifen in der Innenstadt an. Diese sollen auch von einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) unterstützt werden. Außerdem sollen vermehrt Zivilbeamte zum Einsatz kommen.

Seit der rechtsextreme „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ in Göttingen und Umgebung verstärkt Kundgebungen abhält, habe sich die Gewalt gegen die rechte Szene gehäuft, sagte Lührig. Die Polizei macht Linksextreme dafür verantwortlich. Göttingen habe sich zu einem „Brennpunkt politisch motivierter Gewalt“ entwickelt, sagte Lührig. „Wir müssen jetzt aufpassen, dass es nicht so eskaliert, dass es Schwerverletzte, wenn nicht sogar noch Schlimmeres geben könnte.“

Dass sich wieder rechte Gruppierungen nach Göttingen wagten, führt Lührig auch auf den Aufschwung der AfD zurück. Bei Rechtsextremen keime nun die Hoffnung, in Göttingen Fuß fassen zu können. Die Reaktionen des linken Spektrums auf die Aktivitäten der Rechten sehe er mit großer Sorge, sagte Lührig. Die Polizei geht davon aus, dass es etwa 200 gewaltbereite Linke in Göttingen gibt. Diese wollten die Stadt „mit aller Macht“ frei von Rechten halten, sagte Lührig. Und weil der „Freundeskreis“ weitere Kundgebungen plant, müsse man mit weiteren gewalttätigen Auseinandersetzungen rechnen. Dass die Lage in Göttingen sich nach den Kommunalwahlen schlagartig beruhigt, „wäre zwar wünschenswert“, sagte Polizeipräsident Lührig. „Das ist allerdings nicht zu erwarten.“ dpa

Polizei auf Facebook

Während der Demo an diesem Freitag: wird die Polizei in Göttingen erneut auf Facebook aktuelle Informationen über den Verlauf ihres Einsatzes geben, und zwar auf einer Facebookseite (am Freitag ab 12 Uhr freigeschaltet). Einen Einsatz von Twitter wird es der Polizeidirektion Göttingen zufolge noch nicht geben. In Zukunft, so hatte Polizeipräsident Uwe Lühring angekündigt, werde die Polizei auch Twitter zur schnellen Information einsetzen. Daran werde noch gearbeitet. Wann die Polizei jedoch zu twittern beginnt, ist derzeit noch unklar.

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„Freundeskreis“ am Bahnhof
Wie am vergangenen Wochenende planen Göttinger Initiativen auch an diesem Freitag und Sonnabend Demonstrationen gegen Rechte und Nazis.

Anders als bislang geplant, soll sich der rechtsextreme „Freundeskreis Thüringen / Niedersachsen“ am Freitag, 19. August, nach dem Willen der Stadtverwaltung nicht auf dem Albaniplatz in Göttingen, sondern am Bahnhof versammeln. Dagegen hat allerdings das „Bündnis gegen Rechts“ geklagt.

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