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Polizeipräsident besucht Ditib-Gemeinde

Nach Anschlägen in Paris Polizeipräsident besucht Ditib-Gemeinde

Der Präsident der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig, hat in dieser Woche die Türkisch-Islamische Gemeinde zu Göttingen (DITIB) besucht. Thema waren unter anderem die Anschläge in Paris.

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Metin Ozcan (von links), Mustafa Keskin, Klaus Häuser, Ozan Kahya, Engin Kalkisim, Ismail Isik, Uwe Lührig, Emine Öztürk, Margret Reinecke, Volker Warnecke und Ibrahim Elmas

Quelle: Polizei

Göttingen. Lührig begleiteten der Leiter seines Dezernates für Kriminalitätsbekämpfung, Polizeidirektor Klaus Häuser, der Migrationsbeauftragte, Polizeikommissar Ozan Kahya, und der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Göttingen, Kriminaldirektor Volker Warnecke.

 

Das Gespräch habe "in einer sehr vertrauensvollen und harmonischen Atmosphäre" stattgefunden, teilte die Polizei am Freitag mit. Insbesondere über die Anschläge in Frankreich und die Flüchtlingsthematik hätten die Beteiligten gesprochen.

 

Der Vorstand der DITIB-Gemeinde distanziere sich ausdrücklich von jedweder Form von Gewalt und sehe gerade auch im Hinblick auf die Terroranschläge die Notwendigkeit, gegen die aufwachsende Islamophobie aufzuklären, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

 

"Es gibt keinen radikalen Islam. Es ist immer der Mensch, der die Radikalisierung vorantreibt", sagte demnach Mustafa Keskin. Der neue Imam, Ismail Isik, und der Vorstand der DITIB-Gemeinde bekräftigten in ihren Aussagen, dass sie sich als Teil der Gesellschaft sehen und auch deren Ängste und Sorgen teilten.

 

Polizeipräsident Lührig begrüßte den offenen Dialog und sagte der Gemeinde "die uneingeschränkte Unterstützung der Polizei zu". "Staatliche Institutionen müssen alle rechtlichen Instrumente ausschöpfen, um islamfeindliche Tendenzen unmittelbar zu unterbinden", unterstrich der Polizeipräsident.

 

Neben seiner Vorstellung nutzte Lührig die Gelegenheit, Polizeikommissar Kahya vorzustellen, der seit November 2015 Migrationsbeauftragter der Polizeidirektion Göttingen ist.

 

 Neben der Beratung von Mitarbeitern der Polizei über soziokulturelle Hintergründe und Probleme von Migranten sowie der Unterstützung und Vermittlung bei polizeilichen Lagen, wird der 29-Jährige auch Ansprechpartner für Migranten sowie allen in der Migrations- und Integrationsarbeit tätigen Organisationen sein.

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