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Polizist mit zwei Pässen

Ozan Kahya kümmert sich intern und extern um interkulturelle Fragen Polizist mit zwei Pässen

Wie viele der 583 Mitarbeiter der Polizeiinspektion Göttingen einen Migrationshintergrund haben, ist kaum zu beziffern. Denn: „Ob jemand einen solchen Hintergrund hat, ist bei uns früher nicht erfasst worden. Erst seit einigen Jahren wird dies bei Neuzugängen abgefragt“, so Alexander Golik, Sprecher der Polizeidirektion Göttingen.

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Migrationsbeauftragter der Polizei: Ozan Kahya.

Quelle: EF

Göttingen. Im Bereich der Polizeiinspektion (Landkreis) Göttingen haben von den 583 Mitarbeitern in Vollzug und Verwaltung 16 einen ausländischen Hintergrund.  Folgende Nationalitäten nennt Golik: türkisch, ungarisch, kasachisch, slowenisch, rumänisch, polnisch und britisch.

Im Bereich der Polizeiinspektion Northeim/Osterode finden sich unter den insgesamt: 434  Polizisten fünf Mitarbeiter mit ausländischen Wurzeln; nämlich polnischen, kasachischen und britischen. Und: Die Polizei wirbt dafür, dass sich junge Leute aus unterschiedlichen Ländern für eine Ausbildung bewerben.

„Man muss keinen deutschen Pass haben, wenn man bei der Polizei arbeiten will. Das wissen viele nicht“, sagt  der Migrationsbeauftragte der Polizeidirektion Göttingen Ozan Kahya. Seit November 2015 gibt es diese Stelle bei der Polizei. Kahya ist 28 Jahre alt, er hat einen deutschen und einen türkischen Pass. Bevor der gebürtige Göttinger seine neue Aufgabe übernommen hat, war er auch im Streifendienst für die Northeimer Polizei tätig. Anfeindungen hat der 28-Jährige in seiner Laufbahn bislang nicht erlebt. Die Uniform flöße dem Gegenüber vermutlich schon Respekt ein. „Viele trauen sich das nicht“, sagt er.

Im Gegenteil: Bei manchem Einsatz hat Kahya seine fließende Zweisprachigkeit sehr genützt. Beispielsweise bei häuslicher Gewalt. „Es schafft manchmal schon Vertrauen, wenn die Menschen denken, der sieht ja aus wie wir“, sagt er Beamte.  Wenn er dann noch türkisch mit türkischen Streithähnen spricht, ist das von Vorteil.

Kahya ist als Migrationsbeauftragter Ansprechpartner für alle Themen rund ums Thema. Sowohl intern für die Kollegen als auch draußen beispielsweise als Berater für Mitarbeiter in der Flüchtlingsarbeit.

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