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Polizistin bespuckt: 24-Jähriger Göttinger vor Gericht

Spuck-Attacke nach Hundebiss Polizistin bespuckt: 24-Jähriger Göttinger vor Gericht

Weil er einer 32 Jahre alten Diensthundeführerin der Polizei ins Gesicht gespuckt haben soll, steht seit Donnerstag ein 24-jähriger Göttinger vor Gericht. Ihm wird lediglich Beleidigung vorgeworfen, obwohl die Beamtin auch einen Strafantrag wegen Körperverletzung gestellt hatte. Der mehrfach wegen politisch motivierter Delikte Vorbestrafte hatte einen Strafbefehl zu 60 Tagessätzen angefochten.

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Weil er einer 32 Jahre alten Diensthundeführerin der Polizei ins Gesicht gespuckt haben soll, steht seit Donnerstag ein 24-jähriger Göttinger vor Gericht.

Quelle: dpa

Göttingen. Er schweigt zunächst zu den Vorwürfen.

Die Tat soll sich am Morgen des 10. Juni ereignet haben, als Ausländrbehörde und Polizei am Neuen Weg gegen den Widerstand zahlreicher Demonstranten vergeblich versuchten, eines 30-Jährigen aus Somalia habhaft zu werden, um ihn nach Italien abzuschieben, wo der Flüchtling zuerst europäischen Boden betreten hatte.

Bei dem teilweise gewalttätigen Abschiebeversuch war der jetzt Angeklagte zuvor schon vom Polizeihund eines anderen Hundeführers gebissen worden. Sowohl dieser Beamte als auch die beleidigte Kollegin beschreiben die gut 30 Demonstranten als äußerst aggressiv.

Es seien „die Hunde teilweise massiv angegangen“ worden. Sie habe ihr Tier kaum zurückhalten können. Als ihr Hund einen der Demonstranten in die Kleidung beißen konnte, sei das Tier „von allen Seiten getreten“ worden.

Die Geschädigte hatte den Spucker auf einen Foto wiedererkannt, das die Abschiebungsgegner selbst ins Internet gestellt hatten. Die Verteidigung bemühte sich unter anerkennendem Gemurmel der vielen Zuhörer, nicht die Tat selbst, sondern die Umstände der Abschiebung zu klären, um damit die von den Demo-Teilnehmern behauptete Unzulässigkeit des Polizeieinsatzes herauszuarbeiten.

Mehrfach wurde die Verhandlung durch Zwischenrufe, hämische Bemerkungen und das Aufsetzen von Weihnachtsmannmützen gestört. Schließlich beantragte die Staatsanwaltschaft gegen zwei Störer je 150 Euro Ordnungsgeld. Das Urteil wird am 28. November gesprochen.

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