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Post für den Nikolaus auf dem Nikolausberg bei Göttingen

Briefe an den Nikolaus Post für den Nikolaus auf dem Nikolausberg bei Göttingen

„Gibt es Dich wirklich? Oder bist Du eine Legende wie Bigfoot?“, „Magst Du Kinder?“, „Hast Du Elfen?“, „Bist Du nett?“

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An den Nikolaus, Am Heiligenhäuschen 1, 37077 Nikolausberg: Aus ganz Deutschland und dem Ausland treffen hier Brief ein.

Quelle: Hinzmann

Nikolausberg. Kinder sind neugierig. Und an den Nikolaus, der heute, so ihre Hoffnung, Süßigkeiten und Geschenke in ihren Stiefeln versteckt hat, haben sie ganz besonders viele Fragen. Jedes Jahr in der Adventszeit treffen in Nikolausberg viele Briefe aus ganz Deutschland für den Schutzpatron der Kinder ein. Auch Briefe aus Frankreich oder Polen sind darunter.

Susanne Adams-Helbich hilft seit drei Jahren, die Briefe zu beantworten. Wenn der Postbote in der Vorweihnachtszeit klingelt, kommt es schon einmal vor, dass er sie mit „Hallo Nikolaus“ begrüßt.

„Jeder, der geschrieben hat, bekommt einen Brief zurück, inklusive Nikolauskarte und Aufkleber“, sagt sie. Viele schickten einen Wunschzettel, weil sie, wie Adams-Helbich vermutet, den Nikolaus mit dem Weihnachtsmann verwechseln. „Ich bin an Leukämie erkrankt, mir geht es aber gut. Und ich wünsche mir Lego, Star Wars oder einen Panzer“, schreibt ein Junge.

„Der Nikolaus kümmert sich um die Sorgen der Kinder“

Andere wiederum schilderten ihre Sorgen, Ängste und Nöte, von der eigenen Krankheit, vom Tod Familienangehöriger oder persönlichen Problemen. In einigen Fällen melden sich auch Eltern für ihre Kinder. Wie etwa eine Mutter, die schon seit Jahren für ihren kranken Sohn schreibt, dass sie sich als Mutter nicht mehr so viele Sorgen machen soll. Dadurch bekomme man im Laufe der Zeit Einblick in die familiären Verhältnisse, sagt Adams-Helbich.

Sie berichtet von einer Mutter, die in einem Brief bittet, dass ihr an Krebs erkranktes Kind doch wieder gesund werde. „So etwas bewegt emotional sehr“, sagt Adams-Helbich. Da komme es vor, dass die Antwort schnell mal eine Seite lang wird. Sie nehme die Beantwortung sehr ernst. „Der Nikolaus kümmert sich um die Sorgen der Kinder. Ich finde den Gedanken schön, dass es jemanden gibt, dem man seine Sorgen mitteilen kann.“

Im vergangenen Jahr sind mehr als 200 Briefe an den Nikolaus in Nikolausberg eingegangen. Zu Spitzenzeiten vor einigen Jahren waren es auch schon einmal bis zu 700.

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