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Präsentation einer möglichen Freizeitanlage für den Hohen Hagen

Rutschvergnügen und Geschichte Präsentation einer möglichen Freizeitanlage für den Hohen Hagen

Die Idee hat schon einmal begeistert. Jetzt muss die Verwaltung der Stadt Dransfeld prüfen, ob sich das Projekt Rutsch- und Kletterpark am Gaußturm mit den Vorgaben von Flächennutzungs- und Bebauungsplan unter einen Hut bringen lässt.

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Modell einer Rutsch- und Kletteranlage am Gaußturm (rechts im Bild) auf dem Hohen Hagen.

Quelle: EF

Dransfeld. Der 37 Jahre alte Alexander Fischer, nach eigener Aussage erfahren im Bau und Betrieb von Kletterparks, hat am Donnerstagabend dem städtischen Ausschuss für Jugend, Soziales und Tourismus sein Konzept für eine Freizeitanlage auf dem Hohen Hagen vorgestellt.

Das Besondere an Fischers Idee: Freizeitvergnügen wird  mit der Geschichte des Gaußturms kombiniert und erinnert darüber hinaus an die Triangulation des Mathematikers Carl-Friedrich Gauß. Die vorgestellte Anlage am Fuße des Gaußturms würde aus drei Türmen aus Holz bestehen, die mit drei bis vier parallel verlaufenden Stahlseilen verbunden sind und in ihrem Innern verschiedene Klettermöglichkeiten bieten.

Der Einstieg in den Parcours ist in Turm eins, der von der Optik an den früheren Gaußturm erinnert. Hier könnte zum Beispiel ein kleines Museum andie Geschichte des Turms erinnern. Dann klettern die Besucher hinauf und rutschen etwa 230 Meter über das kleine Tal in Richtung Landschulheim, wo Turm zwei steht, der seinerseits Kletterelemente und zum Beispiel Infos über den Bergbau am Hohen Hagen enthält. Weiter geht es etwa 380 bis 400 Meter über den alten Basalt-Steinbruch zu Turm drei und zurück auf etwa 180 Metern zum Ziel des Parcours etwas unterhalb des heutigen Gaußturms.

"Gut für Dransfeld und den Landkreis“

Deutschlandweit gebe es 680 gemeldete Kletterparks, die zwischen 18 000 und 60 000 Besucher jährlich hätten, sagte Fischer und hob die möglichen positiven Effekte einer Rutsch- und Kletteranlage am Hohen Hagen hervor. In der Nähe gebe es keine vergleichbare Anlage mit Seilbahnen länger als 200 Meter, so Fischer. Er rechnet mit etwa 25 000 Besuchern pro Jahr. Die Gastronomie am Gaußturm – heute quasi tot – und in der Stadt Dransfeld würden ebenso profitieren wie das benachbarte Landschulheim. Schließlich seien keine größeren Eingriffe in die Natur erforderlich.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich allesamt angetan von der Idee. Jetzt soll die Verwaltung prüfen, ob sich die Anlage tatsächlich umsetzen ließe. Muss der bestehende Bebauungsplan überarbeitet und der Flächennutzungsplan angepasst werden? Wie sieht es mit der Vereinbarkeit mit Natur- und Landschaftsschutz aus? Stadtdirektor Marco Gerls soll nun Fragen wie diese klären, bevor die Gremien entscheiden, ob die Stadt das Projekt weiterverfolgen und über weitere Details beraten wird.

Dazu zählt zum Beispiel, ob Fischer die Anlage bauen und betreiben würde, oder ob sich die Stadt in irgendeiner Form finanziell beteiligt. Zukunftsmusik ist vorerst auch noch die Vision Fischers, dass die Anlage zu einem späteren Zeitpunkt zur „längsten Rutsche Deutschlands“ erweitert werden könnte. Bernd Lesser, der den Kontakt zu Fischer geknüpft hat, ist indes heute schon überzeugt: „Das Projekt ist gut für Dransfeld und den Landkreis.“

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