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Preis für MPG und Astrophysik

Robert-Bosch-Stiftung würdigt Kooperationsprojekt Preis für MPG und Astrophysik

Das Göttinger Max-Planck-Gymnasium (MPG) und das Institut für Astrophysik an der Göttinger Universität sind für ein gemeinsames Forschungsprojekt mit dem Hauptpreis der Initiative „Schule trifft Wissenschaft“ der Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet worden.

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Macht die Arbeit der Göttinger möglich: Via Internet steuern die Schüler das Monet-Teleskop in Texas.

Quelle: EF

Am Mittwoch, 22. September, haben die beteiligten Schüler, Lehrer und Wissenschaftler den mit 50 000 Euro dotierten Preis in Berlin entgegengenommen. Gewürdigt wird damit ihr Projekt „Astrophysik enger Doppelsterne“. Zwei kleinere Preise gingen nach Werl und Simmern. Zu den acht nominierten Finalisten gehörte auch eine Forschungsgegemeinschaft der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Groß Schneen mit dem Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Beworben hatten sich 61 Kooperationen.

Das mit dem Hauptpreis ausgezeichnete Projekt sei ein außergewöhnlich gelungenes Beispiel für eine lokale Kooperation zwischen Schule und Wissenschaft, sagte der Göttinger Nobelpreisträger und Jury-Vorsitzende Professor Erwin Neher in seiner Laudatio. Es biete den Schülern einen faszinierenden Einblick in die Welt der Astrophysik. Besonders sei auch, dass das Team an einer authentischen Frage arbeitet und damit „einen echten Beitrag zur aktuellen Forschung leistet“.

Die Schüler der AG Astrophysik am MPG haben mit den Uni-Wissenschaftlern von Göttingen aus ein Teleskop in Texas ferngesteuert, um das Doppelsternsystem EK Ursae Majoris zu beobachten. Dabei gelang ihnen eine sehr genaue Messung der Umlaufzeit dieses Systems. Sie konnten zeigen, dass dieser Doppelstern über 30 Jahre keine Änderung der Umlaufzeit aufweist, wie sie in anderen Systemen auftritt. Dabei haben sie inzwischen auch einen unsichtbaren sogenannten extrasolaren Planeten entdeckt. Die AG unter Leitung des Physiklehrers Jens Diese ist offen für alle Klassenstufen.

„Ich bin natürlich stolz auf die Gruppe und ihre Lehrer“, sagte Schulleiter Wolfgang Schimpf. Das Projekt zeige vor allem, dass moderne Ausstattung wie die Informationstechnologie und eine Kooperation mit Wissenschaftlern ganz andere Möglichkeiten schulischer Bildungsangebote eröffne. Der Preis-Anteil des MPG werde vermutlich zur Stärkung solcher Angebote im AG-Bereich eingesetzt.

Der Preis „Schule trifft Wissenschaft“, den die Stiftung zum zweiten Mal vergibt, soll gelungene Kooperationen zwischen Schule und Wissenschaft aufzeigen, bei denen eigenständige Arbeiten der Schüler im Mittelpunkt stehen.

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