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„Pressebox“ Göttingen wieder in Betrieb

Kiosk nach eineinhalb Jahren Leerstand frisch renoviert und eröffnet „Pressebox“ Göttingen wieder in Betrieb

Rund eineinhalb Jahre lang stand der Kiosk an der Ecke Groner Straße/ Kornmarkt leer, verfiel zunehmend. Passanten störten sich an ihm, die Verwaltung nannte ihn einen „Schandfleck“ und die Inhaber der anliegenden Geschäfte hätten ihn am liebsten „auf dem Schrottplatz“ gesehen.

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Im renovierten Kiosk an der Ecke Groner Straße/Kornmarkt: Achim Halbfass und Kevin Specht (v.l.).

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Jetzt dürften sich die Gemüter jedoch wieder beruhigen: Der viereckige Kasten mit der Aufschrift „Pressebox“ ist wieder in Betrieb. Und vor allem ist er wieder sauber und neu hergerichtet.

Hintergrund: Kiosk-Pächter Stefan Baudis von der Baudis Tabakwaren GmbH (Hedemünden) und Inhaber Wolfgang Tonollo von der Presse-Grosso Mitte (Staufenberg) hatten sich die Verantwortung für den ordnungsgemäßen Zustand des Objekts gegenseitig zugeschoben. Jetzt seien sie aufeinander zugegangen, hätten sich zusammengesetzt und eine gute Regelung gefunden, sagen die beiden unisono.

„Der Pächter hat sehr aufwendig saubergemacht“, lobt Tonollo, Baudis gibt das Kompliment zurück: „Der Inhaber hat umfangreiche Reparatur- und Verschönerungsarbeiten vornehmen lassen.“      

„Spitzenmäßig“

Lob kommt von Passanten. „Uns ist sofort aufgefallen, dass der Kiosk renoviert wurde“, sagen Wolfgang und Bianca Rexhausen, während Dirk Kittelmann sich freut, dass „ich mir endlich wieder auf dem Weg zur Arbeit Zigaretten bestellen und sie abholen kann“, ohne einen Umweg machen zu müssen.   

Auch die Inhaber und Leiter der umliegenden Geschäfte sind zufrieden. „Spitzenmäßig“, freut sich Sandor Müller von Kamps Backstube, „man sieht, dass sich die Beteiligten viel Mühe gegeben haben“. Für das Modehaus Boecker direkt gegenüber spiele der Kiosk keine so große Rolle, so Boecker-Geschäftsleiter Ralf Zawar, aber die Renovierung werte das Straßenbild auf jeden Fall auf.

Jacqueline Bodem ist unterdessen froh, dass sie nicht immer wieder Fragen von Kunden beantworten müsse, „wann das Ding endlich wegkommt“. Sie hoffe allerdings sehr, dass der Kiosk kein Bier mehr verkaufe, sagt die Inhaberin des Bratwurstglöckles mit Nachdruck. Baudis dazu: „Das kann ich für die Zukunft nicht versprechen – wir werden aber definitiv dafür sorgen, dass aus dem Kiosk keine Trinkhalle wird.“

Von Hauke Rudolph

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