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Priebe und Raith legen Vorstandsämter der Hallenbad-Genossenschaft nieder

Ärger um Neubau Priebe und Raith legen Vorstandsämter der Hallenbad-Genossenschaft nieder

Frank Priebe, Vorsitzender in der Hallenbad-Genossenschaft, und Hans-Joachim Raith als sein Vertreter haben ihre Vorstandsämter niedergelegt. Der Grund seien Unstimmigkeiten mit der Gemeindeverwaltung wegen des neuen Domizils für den Spiel- und Sportverein (SSV).

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Frank Priebe ist nicht mehr Vorsitzender in der Hallenbad-Genossenschaft.

Quelle: Theodoro da Silva

Nörten-Hardenberg. „Wir sind enttäuscht von der Gemeinde. Sie unterstützt uns nicht so, wie es mal abgesprochen war“, sagen beide mit Blick auf das Sporthaus. Weil der Neubau an der Bünte teurer wird – statt 350 000 kostet er 450 000 Euro –  hatten sie bei der Gemeinde beantragt, ihren Zuschuss von 100 000 Euro um 40 000 Euro zu erhöhen. Das lehnte der Verwaltungsausschuss ab.

Die Verwaltung wollte ein Sporthaus mit Umkleiden und Duschen errichten. Deshalb hatte sie als freiwillige Leistung den Zuschuss über 100 000 Euro zugesagt. Die Ablehnung für weitere Mittel begründete der Verwaltungsausschuss damit, dass die Gemeinde schon Mehrkosten für die Flutlichtanlage und den Abriss des alten Sporthauses übernommen habe. Das ärgert Priebe: Die Gemeinde unterstütze sie nicht so, wie am Runden Tisch abgesprochen. Da habe sie zugesagt, Mehrkosten für den sportlichen Bereich zu übernehmen. Die bewegten sich bei 40 000 Euro oder mehr.

Priebe räumt ein: Einen Vertrag dazu gebe es nicht. Aber an der Flutlichtanlage sei aus seiner Sicht keine Veränderung nötig gewesen. Den Abriss des Sporthauses habe die Gemeinde früher gefordert als ausgehandelt. So schnell habe der SSV das nicht leisten können. Die Gemeinde nahm die Maßnahme in Angriff und zahlte dafür.

Niemand habe die Notbremse gezogen, als die Ausgaben für das Sporthaus gestiegen seien, betont Nörtens Bürgermeisterin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos). Die Kosten für die geplanten Maßnahmen seien nachweislich gestiegen, setzt Priebe dagegen. „Wir haben etwas für die Allgemeinheit geschaffen,“ sagt der ehemalige Vorsitzende. „Wenn das so wenig geschätzt wird, sind wir nicht mehr bereit, ehrenamtliches Engagement zu erbringen.“

„Das Hallenbad wird zum Spielball des SSV“, ärgert sich Klinkert-Kittel über die Verquickung der zwei Bereiche. „Nicht nachvollziehbar“ findet das auch Gudrun Borchers aus dem Aufsichtsrat der Genossenschaft. Mit fünf verbleibenden Mitgliedern im Vorstand bleibe die Genossenschaft aber handlungsfähig, davon ist Borchers überzeugt.

Von Ute Lawrenz

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