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Prinzenpaar Harry I. und Steffi I. hält Hof

Ball verkehrt Prinzenpaar Harry I. und Steffi I. hält Hof

Gardetanz und Funkenmariechen, Gassenhauer und Narhallamarsch, Bützchen und Kostüme – der „Ball verkehrt“ der Karnevalsgesellschaft Rheintreue Rot-Weiß Göttingen hatte alles, was das Jeckenherz begehrt. Nur auf Büttenreden mussten die Göttinger Narren verzichten. „Die haben sich in der Vergangenheit nicht bewährt“, erklärt der zweite Vorsitzende der Rheintreue, Wilfried Rieck.

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„Polonäse Elliehausen“: Die Narren sind los.

Quelle: Heller

So ging es nach dem Einmarsch des Göttinger Prinzenpaares Harry I. und Steffi I. Schlag auf Schlag in dem knapp dreistündigem Programm im Elliehäuser Gasthaus Berge. Rot-Weiß-Präsidentin Yvonne Puls hatte die Moderation übernommen. Großen Anteil am Programm hatten die angereisten, befreundeten Karnevalsvereine. Die Langenhagener Karnevalsgesellschaft Blau Weiß überzeugte mit ihrer Rockshow inklusive Luftgitarren-Soli zu Queen und AC/DC.

Der Pöhlder Carnevals Club steuerte unter anderem den Auftritt seiner Teenie-Garde bei, die sich vom Publikum im gut gefüllten Saal gleich zwei donnernde Raketen abholte. Auch die Garden von Rot-Weiß und den Szültenbürgern zeigten beim Ball, wofür sie in der karnevalsfreien Zeit des vergangenen Jahres trainiert haben. Und der Preis für die besten Kostüme ging in diesem Jahr an die fünfköpfige Narren-Delegation vom BKC Karnevals Club Ballenhausen. Ihr Preis: ein Tanz mit Karnevalsprinzessin Steffi I.

Weitere Gäste waren unter anderem Vertreter der Göttinger Kyffhäuser- und Marinekameradschaft, eine Abordnung der drei Braunschweiger Karnevalsvereine und des Niedersächsischen Prinzenclubs Hameln. Dass die Narren weitgehend unter sich geblieben sind, tat der Stimmung keinen Abbruch. Rot-Weiß-Präsident Alfons Stern hatte dann am Ende auch ein kurzes und passendes Urteil parat: „Es war ein schöner Abend.“

Von Michael Brakemeier

Karneval nichts für alle Göttinger

Ob öffentlich-rechtlich oder privat – kaum ein Fernsehsender wird darauf verzichten, den beliebtesten Brauch im Rheinland zu übertragen: Karneval. Doch nicht nur die Rheinländer feiern es, auch in anderen Gebieten Deutschlands wird ordentlich geküsst und sich zum Narren gemacht. Doch wie sieht das in Göttingen aus? Das Tageblatt hat den Test gemacht und Göttinger gefragt, was sie von Karneval halten.

„Nichts. Ich habe da gar keine Verbindung zu“, meint Anke Franz (41). Die Kindergärtnerin hat mit Karneval nur wegen ihres Berufs zu tun. Auch ihre 14-jährige Tochter Jannika feiert nicht mit: „Das macht man nicht mehr im jugendlichen Alter.“ Zwar nicht mehr ganz jugendlich, aber dennoch der gleichen Meinung ist Siegfried Fricke. Der 68-Jährige glaubt zwar, dass die Zahl derer im Norden, die Karneval feiern, steigt, er selbst könne sich dafür jedoch nicht begeistern.
Einen Grund dafür glaubt Heike Döring (45) zu wissen: „Man muss, glaube ich, in Karnevalshochburgen geboren sein, um das gut zu finden.“ Allein wegen der Kinder feiere sie ein bisschen mit. Gleiches gilt für Sabine Löwe: „Meine Tochter Emily verkleidet sich gerne, auch ohne diesen Brauch. Deshalb feiere ich ein bisschen mit.“ Ansonsten hält sie davon nichts – genauso wie ihr Mann Stephan. Er könne gar nichts damit anfangen, sondern konzentriert sich stattdessen lieber auf etwas anderes – die Fußballbundesliga.

Lediglich ein begeisterter Karnevalfan ließ sich finden. Der kommt jedoch schon nicht mehr aus Göttingen, sondern aus Hann. Münden. Begeistert erzählt Wilfried Schuppe von dem „berühmt berüchtigten Gimter Karneval“, bei dem jedes Jahr ausgiebig gefeiert wird.

cw

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