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Pro Bahn kritisiert kleine Änderungen mit großen Folgen

Neuer Bahn-Fahrplan Pro Bahn kritisiert kleine Änderungen mit großen Folgen

Nach anfänglich positivem Eindruck bewertet der Fahrgastverband Pro Bahn den Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn kritischer. Grund: kurzfristig eingefügte Änderungen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Zwar überwiege immer noch „die positive Grundrichtung“, aber: Modifikationen von nur wenigen Minuten verschlechterten das Gesamtbild, erklärt der Pro Bahn-Regionalvorsitzende Michael Reinboth. Dadurch gingen einige Anschlüsse verloren.

Die Streichung zweier ICE-Halte in Göttingen zugunsten einer Beschleunigung der nun „Sprinter“ genannten Züge um 15 Minuten bedeute nicht nur den Verlust von Zusteigemöglichkeiten: Damit werde der Stundentakt auf der Achse Frankfurt – Göttingen – Hamburg erneut durchlöchert, und Anschlüsse in den Harz und ins Weserbergland gingen verloren. Reinboth: „Reisende nach Goslar und Bad Harzburg werden schmerzlich den Anschluss vom ICE um 16.41 Uhr an Göttingen zur Regionalbahn um 16.48 Uhr vermissen, da dieser ICE in Göttingen und in Kassel-Wilhelmshöhe durchrauschen wird.“

Ärgerlich findet der Fahrgastverband auch den zu knappen Anschluss des Wochenend-Zuges um 6.49 Uhr ab Göttingen in Northeim nach Nordhausen: „Da der Zug erst um 7.03 Uhr eintrifft, schauen wenig spurtstarke Umsteiger um 7.06 Uhr in die Röhre.“

Außerdem bemängelt Pro Bahn die Verschiebung eines morgendlichen Verstärkerzuges um drei Minuten ab Herzberg: Damit gingen sowohl der gern genutzte Anschluss zum ICE in Göttingen ab 7.44 Uhr nach Hamburg als auch der gute Anschluss aus dem Harzraum zum Metronom in Northeim um 7.20 Uhr Richtung Hannover verloren. Reinboth: Diese Entwicklung steht im krassen Gegensatz zu dem Ziel, alle Landesteile gut zu vernetzen. So wird der Süden des Landes immer weiter ins Abseits gedrängt.“

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Von Redakteur Matthias Heinzel

Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016