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ICE-Streckensperrung: Kritik von Pro Bahn

Art und Zeitpunkt ungünstig ICE-Streckensperrung: Kritik von Pro Bahn

Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert, die Deutsche Bahn hätte die ICE-Schnellbahntrecke Hannover-Göttingen-Kassel-Fulda viel früher und koordinierter sanieren müssen. Schließlich habe das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) schon seit 2009 darauf gedrängt. Auch von CDU und FDP im Göttinger Stadtradt kommt Kritik.

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ICE auf der Werratalbrücke bei Hann. Münden

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. „Wann und wie die Hinweise des Eisenbahnbundesamtes genau gekommen sind“, erklärt Gerd Aschoff vom Pro Bahn-Regionalverband Südniedersachsen, „ist angesichts der langen Zeiträume völlig unerheblich.“ Unabhängig vom EBA wüssten Fachleute seit langem, „dass der Oberbau auf Schnellfahrstecken größten Belastungen ausgesetzt ist, die zur ,Abnutzung' der Schottersteine und damit zu einer instabilen, sicherheitsrelevanten Lage der Schienen führen kann“.

Die Schnellstrecke Hannover-Göttingen-Kassel-Würzburg sei mittlerweile gut 25 Jahre alt, betont Aschoff: „Es gehört also nicht allzu viel Sachverstand dazu, zum jetzigen Zeitpunkt erheblichen Sanierungsbedarf am Oberbau zu benennen.“
In Fachkreisen werde zudem seit Jahrzehnten über die Frage diskutiert, ob man bei Schnellfahrstrecken statt Schotterbau besser eine feste Fahrbahn aus Betonfertigteilen erstellt wie bei neuen Schnellfahrstrecken, beispielsweise zwischen Nürnberg und München oder Köln und Frankfurt.

Göttingen auf gute Erreichbarkeit angewiesen

Die CDU/FDP-Gruppe im Rat der Stadt sieht „mit Besorgnis“, dass gerade zur Hannover-Messe vom 25. bis 29. April die die Strecke Kassel-Hannover repariert werden soll. Zusätzlich werde die Bahn vie ICE-Sprinter täglich von Frankfurt nach Hannover und zurück fahren lassen, die nicht in Göttingen halten. Damit, so die CDU/FDP-Gruppe, „fahren sie an Göttingen vorbei. Inwieweit sich dies auf die Übernachtungszahlen in den Göttinger Hotelbetrieben auswirken wird, muss noch geklärt werden.“ Die hiesigen Hotels hätten den Vorteil, „dass man schneller von Göttingen nach Hannover fahren konnte als innerhalb Hannovers zur Messe und zurück“.

Generell sei Göttingen mit seinen wissenschaftlichen Einrichtungen und Firmen auf gute Erreichbarkeit angewiesen. CDU und FDP fordern Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) „und alle politisch Verantwortlichen“ auf, „von der Bahn das Überdenken der Reparaturarbeiten in dieser Zeit und die Zusicherung für den Erhalt des Haltepunktes Göttingen zu erwirken“.

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