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Pro Familia feiert 40-jähriges Bestehen

Umfangreiches Programm Pro Familia feiert 40-jähriges Bestehen

Die Göttinger Beratungsstelle von Pro Familia feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen unter dem Motto „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“. Genau 40 Jahre nach der Eröffnung präsentiert sich die Einrichtung am Donnerstag, 3. März, von 10 bis 17 Uhr mit einem Informationsstand mit Mitmachprogramm in der Fußgängerzone.

Darüber hinaus ist über das ganze Jahr verteilt ein umfangreiches Programm mit Vorträgen, einer Filmreihe, einem Wettbewerb für Schulklassen und Theater geplant.

In den 40 Jahren habe die Beratungsstelle – seit 1983 gibt es eine Außenstelle in Northeim – knapp 87 000 Beratungsgespräche geführt, heißt es in einer Mitteilung. In den vergangenen fünf Jahren seien es etwa 3000 Beratungen pro Jahr gewesen. Die Einrichtung berät zu Fragen und Problemen, die mit Familienplanung, Schwangerschaft, Elternschaft, Partnerschaft und Sexualität zusammenhängen. Zum Team in Göttingen gehören eine Ärztin, vier Sozialpädagoginnen und ein Sozialpädagoge speziell für die sexualpädagogische Arbeit mit Jungen und Männern.

Unter den knapp 2800 Beratungen im vergangenen Jahr entfielen nach Angaben der Organisation rund 500 auf gesetzlich vorgeschriebene Beratungen zum Schwangerschaftsabbruch, knapp 1300 auf die Beratung und Begleitung vor, während und nach einer Schwangerschaft, knapp 800 auf den Bereich Familienplanung, Sexualaufklärung und Sexualberatung sowie rund 200 auf die sexualpädagogische Arbeit mit Gruppen von Jugendlichen und Erwachsenen, unter anderem in Schulen.

68 Prozent der Klienten seien 18 bis 34 Jahre alt. Bei den 1300 Beratungen zur Schwangerschaft sei es unter anderem um sozialrechtliche und finanzielle Belange gegangen. 30 Prozent der Ratsuchenden seien Hartz-IV-Bezieher gewesen.

Bei den rund 500 Beratungen vor einem möglichen Schwangerschaftsabbruch sei es häufig um finanzielle Probleme und Existenzängste gegangen. Rund 30 Prozent der Frauen beziehungsweise Paare mit Abbruchwunsch hätten sich noch in der Ausbildung befunden. Weitere Themen seien Probleme in der Partnerschaft, eine bereits abgeschlossene Familienplanung oder Probleme bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewesen. 53 Prozent der ratsuchenden Frauen beziehungsweise Paare hätten bereits ein Kind oder mehrere Kinder gehabt, heißt es in dem Jahresbericht der Einrichtung weiter.

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