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Professionelle Banden aus dem Ausland suchen Region Göttingen heim

Einbruch-Experten Professionelle Banden aus dem Ausland suchen Region Göttingen heim

Die Göttinger Polizei befürchtet, dass professionelle Einbrecherbanden aus dem Ausland Südniedersachsen als neues Tätigkeitsfeld entdeckt haben. Seit Jahresbeginn gebe es einen Anstieg von Taten im ländlichen Bereich mit Nähe zur Autobahn 7, zur A 38 und im angrenzenden Bereich, erklärt Polizeisprecherin Jasmin Kaatz auf Tageblatt-Anfrage.

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Blitzschnell steigen professionelle Einbrecher in Häuser ein.

Quelle: dpa

Göttingen/Northeim. Betroffen seien Bereiche sowohl in Richtung Norden als auch nach Süden. Auch im Landkreis Northeim registriert die Polizei ähnliche Fälle. Derzeit ermittelt die Göttinger Polizei in etwa 25 bis 30 Fällen. Sie ereigneten sich in den Gemeinden Friedland, Rosdorf und Staufenberg, sagt Kaatz. Es handele sich um Tätergruppen aus dem Ausland: Die Polizei vermutet, dass die Täter meist aus Rumänien, Bulgarien und Ex-Jugoslawien stammen.

Auffällig seien bei den registrierten Fällen Parallelen bei der Tatzeit. Kaatz: „Die Diebe kamen immer tagsüber, wenn die Hausbewohner abwesend waren.“ Ähnliches gilt für das Diebesgut: fast ausschließlich Bargeld und Schmuck.
Auch im Landkreis Northeim seien Einbrecher aus dem Ausland aktiv geworden, sagt Hans-Walter Rusteberg, Leiter der Polizeiinspektion Northeim/Osterode. So konnte nachgewiesen werden, dass eine Gruppe aus Südamerika während ihres dreimonatigen Aufenthaltes in der Bundesrepublik jede Nacht aktiv waren. Und das mit erschreckender Geschwindigkeit: Vom Aufbrechen des Hauses bis zum Verstauen der Beute hätten die Einbrecher nicht mehr als ein bis acht Minuten benötigt.

Die Entwicklung von regionalen Tätern hin zu professionellen Banden aus dem Ausland ist neu, erklärt Volker Warnecke, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes bei der Göttinger Polizei. Bei der Vorstellung der Kriminalitätsbilanz für das vergangene Jahr hatte Warnecke noch berichtet, die ermittelten Einbrecher stammten weitgehend aus der näheren Umgebung. Ebenso wie seine Göttinger Kollegen appelliert Rusteberg an die Bevölkerung, Beobachtungen von verdächtigen Personen oder Fahrzeugen eher früher als später der Polizei zu melden.

In den betroffenen Gemeinden im Landkreis Göttingen hatte die Göttinger Polizei vor kurzem 4500 Faltblätter mit dem Titel „Vorsicht! Erhöhte Einbruchgefahr!“ verteilt. Sie rechnet mit weiteren Einbrüchen. Zudem gibt es Donnerstag, 16. April, in der der Carl-Friedrich-Gauß-Schule Groß Schneen einen Info-Abend der Polizei zum Thema Einbruchschutz. Beginn: 19 Uhr.

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