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Projekt: Flüchtlinge werden Nachbarn

Internationale Gärten Projekt: Flüchtlinge werden Nachbarn

Über einen Zuschuss für das Projekt „Wurzelschlagen 2.0 - Flüchtlinge werden Nachbarn“ hat der Ortsrat Geismar beraten. Dabei sollen Flüchtlinge Gartenarbeit, Handwerken und andere nützliche Fähigkeiten erlernen und gleichzeitig in die Gesellschaft eingebunden werden.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Geismar. Abgestimmt wurde über den Antrag der Internationalen Gärten Göttingen jedoch nicht, weil der Verein die finanzielle Förderung im ganzen Umfang nicht erreicht hatte, wodurch es das dem Ortsrat zur Abstimmung vorgelegte Projekt in dieser Form nicht mehr gibt. Die Ortsratsmitglieder sprachen dem Verein aber Lob für seine Arbeit aus. Außerdem räumten sie einer finanziellen Unterstützung für zukünftige Anträge gute Chancen ein.

Weiter mit Flüchtlingen arbeiten

Das für 120 Flüchtlinge vorgesehene Projekt sah Vereinsvorsitzender Tassew Shimeles „als unseren Beitrag in der jetzigen Flüchtlingssituation“. „Der Verein wird weiter mit Flüchtlingen arbeiten wie zum Beispiel bereits am Flüchtlingsheim auf den Zietenterrassen.

Es wird nur in einem geringeren Umfang sein wie anfangs vorgehabt“, so Shimeles. Das Engagement im Verein ist ehrenamtlich, und die zum regulären Vereinsalltag zusätzlich benötigte Koordinierung, Kommunikation, Betreuung sei ein zu hoher Arbeitsaufwand.

Daher war für die Leitung des Projekts eine fest besetzte Stelle vorgesehen. Mit 50 000 Euro über zwei Jahre war es die größte Kostenstelle des Projekts, das mit 91 100 Euro Gesamtkosten angesetzt war.

Das Netzwerk unterstützt

Die Idee der internationalen Gärten ist in Göttingen im Jahr 1995 wegen des Zustroms von Flüchtlingen infolge des Balkankrieges entstanden. Die Gartenarbeit sollte einer Gruppe geflüchteter bosnischer Frauen erstmals wieder eine sinnvolle, erfüllende Tätigkeit geben.

Seitdem sind die internationalen Gärten, unterstützt durch ein Netzwerk sozial engagierter Einrichtungen und Privatpersonen, in Größe und Diversität gewachsen. Der Verein hat heute 62 Mitglieder aus 19 Ländern. Neben Gartenarbeit werden auch ein Imkereibetrieb, verschiedene Handwerksgruppen und Computerkurse organisiert. phv

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