Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Projekt der Jugendhilfe Südniedersachsen

Neue Parcour-Anlage Projekt der Jugendhilfe Südniedersachsen

In gemeinschaftlicher Arbeit entsteht als Ferienprojekt eine Parcour-Sport-Anlage auf dem Gelände des SC Hainberg auf den Zietenterrassen. Die Jugendhilfe Südniedersachsen hat die Aktion initiiert, jetzt wird sie  von jugendlichen Flüchtlingen, Parcour-Sportlern und Helfern aus der Region und vor allem von Sven Piepkorn mit Leben gefüllt.

Voriger Artikel
Göttinger Universität des Dritten Lebensalters feiert 20-jähriges Bestehen
Nächster Artikel
Ideen für ein Willkommenskonzept in Nörten
Quelle: Pförtner

Göttingen. Piepkorn steht mit ausgebreiteten Plänen zwischen den riesigen Lärchenstämmen. Es riecht nach frisch geschlagenem Holz.

Etwa 30 Stämme wurden geliefert, aus ihnen werden die Parcour-Hindernisse gebaut. Sie werden mit Axt und Motorsäge so bearbeitet, dass in nur drei Tagen der erste Abschnitt einer neuen Parcour-Anlage entsteht.

Piepkorn hat bereits Erfahrungen mit Holzbauprojekten, auch die jugendlichen Flüchtlinge wissen, wie mit Holz umzugehen ist. „Zu Hause habe ich drei Jahre lang mit meinem Vater mit Holz gearbeitet. Wir haben Häuser gebaut“, erzählt Wadan. Dem 18-jährigen Syrer macht das Projekt viel Spaß.

Die Erdanker zur Befestigung im Boden hat die Gruppe am Vortag selbst hergestellt, zusammen mit Kindern aus dem Kinderheim Landolfshausen.

Die haben für das Bauprojekt außerdem eine selbstgemachte Herbstsuppe beigesteuert, die über der Glut des kleinen Feuers köchelt. Lagerfeuerromantik, oder wie Wadan sagt: „Zwei Kulturen sind zusammen.“ Er macht gerade mit Ahmed und Shia Pause. Piepkorn setzt sich dazu, er ist von der Wirkung dieser gemeinsamen Aktion überzeugt.

„Wenn man zusammen arbeitet, lernt man sich viel besser kennen“, erklärt er. Das findet auch Ulrike Reschke vom Fachteam Junge Flüchtlinge der südniedersächsischen Jugendhilfe. Sie vermutet allerdings, dass sich die Flüchtlinge nichts unter Parcour vorstellen können. „Der den Weg ebnet“ sei die wörtliche Übersetzung, erklärt Norman Lichtenberg. 

Er hilft zusammen mit Max Freyer bei dem Projekt, und die beiden sind Parcourläufer, auch Traceure genannt. Nur mit der Kraft des eigenen Körpers und bestimmten Bewegungen überwinden sie Hindernisse. Die Sportler geben beim Bau wertvolle Tipps, denn neben dem gemeinschaftlichen Projekt freuen sie sich auf die neue Anlage, mit der Göttingen in der Parcour-Szene eine ganz neue Bedeutung bekommen werde.  

Von Katrin Westphal

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Weihnachtsdeko in Göttingen und Umgebung