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Projekttag an der Göttinger Montessori-Schule zum Thema Flüchtlinge

Biryani aus Kurdistan, Flucht aus Ägypten Projekttag an der Göttinger Montessori-Schule zum Thema Flüchtlinge

"Entkommen, ankommen, willkommen" - unter diesem Motto haben sich am Dienstag die rund 160 Schüler aus den Klassen 1 bis 10 der Montessori-Schule auf den Zietenterrassen mit den Themen Flucht, Vertreibung und dem Schicksal von Flüchtlingen beschäftigt. In zwölf Arbeitsgruppen haben sie sich bei einem Projekttag den Themen genähert.

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Quelle: Heller

Göttingen. In der Schulküche haben etwa Frieder, Johanna und Juliane gekocht. Biryani, ein kurdisches Reisgericht, und Pakoras, frittiertes Gemüse aus Indien, stand auf der Speisekarte. So etwas, mit vielen exotischen Gewürzen, wie Kurkuma oder Kumin, habe sie noch nie gegessen, sagte Juliane. Sie fand es aber gut, sich mit anderen Ländern und Kulturen zu beschäftigen.

Ziel sei es, so erläuterte Schulleiterin Wiebe Möller, die Schüler an das Thema heranzuführen. Auch um die Frage zu beantworten: "Wie können wir die Flüchtlinge willkommen heißen?", sagte Möller vor dem Hintergrund, dass in unmittelbarer Nähe zur Schule ein Flüchtlingswohnheim für 180 Flüchtlinge entsteht. "Die Schüler haben dazu ganz viele Fragen", sagte Möller.

Einige Antworten bekamen sie am Dienstag. Afrikanische Spiele, Tänze aus unterschiedlichen Kulturen oder ein Theaterstück über den in der Bibel geschilderten Auszug der Israeliten aus Ägypten standen auf dem Programm. Die Geschichte von Flüchtlingen war der Mittelpunkt des Seminars "Wohin mit Vagabunden?". Omar Marsawa, früherer Leiter des ehemaligen Flüchtlingswohnheims Merkelstraße, stellte sich den Fragen der Schüler. In dem Kunstprojekt "Bilder brauchen keine Worte" ging es um Verständigung ohne Worte.

Schulleiterin Möller kündigte an, dass die Schule Hilfe für das neue Flüchtlingswohnheim anbieten wird. Sei es als Schulort für Flüchtlingskinder, beim Mittagessen für Flüchtlingsfamilien, als Begegnungsort oder als Ort, an dem Flüchtlingskinder mit Schülern ihre Freizeit verbringen können.

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