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Protest gegen Kürzungen beim Göttinger Kunstquartier

Debatte Protest gegen Kürzungen beim Göttinger Kunstquartier

In der Diskussion um das Göttinger Kunstquartier hat sich jetzt auch der Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (VDA) zu Wort gemeldet. In einem Brief an Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) verurteilt die VDA-Vorsitzende Irmgard Christa Becker die von Kulturdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck (SPD) vorgeschlagene Kürzung von jährlich 25 000 Euro für das Stadtarchiv aufs Schärfste.

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Das Göttinger Kunstquartier (Dezember 2014)

Quelle: Vetter/Archiv

Göttingen. Schlapeit-Becks Vorschlag sieht vor, insgesamt 180 000 Euro bei Museum, Stadtarchiv und den Kunstausstellungen im Alten Rathaus ab 2018 einzusparen, um damit den städtischen Anteil der laufenden Kosten für den Betrieb des Kuqua zu finanzieren. Diese belaufen sich nach einem ersten im November von der Verwaltung vorgelegten Entwurf eines Erfolgsplanes auf 360 000 Euro.

Pflicht „beeinträchtigt“

Durch die Kürzungen beim Archiv sieht Becker die kommunale Pflichtaufgabe Archivunterhaltung „massiv beeinträchtigt“. Ein funktionierendes und leistungsfähiges Stadtarchiv, mit dessen Hilfe Bürger und Medien Verwaltungshandeln überprüfen können, sei eine „fundamentale“ Voraussetzung für eine freiheitlich-demokratische Gesellschaft, in der Bürgerbeteiligung einen immer größeren Stellenwert besitze.

„Kunstarmer Quatsch“

Im Vorgriff auf eine von der CDU/FDP-Ratsgruppe geplante Podiumsdiskussion zum Thema Kunstquartier hat die FDP-Ratsfrau Felicitas Oldenburg das Kunstquartier wegen des „Abbaus von viel mehr Kunst und Kultur im Bestand“ als „kunstarmen Quatsch“ bezeichnet. „Das teure, neue Projekt Kunstquartier ist in Konzept, Verantwortlichkeit und realistischen Besucherzahlen völlig unklar“, sagt Oldenburg. Klar sei nur, dass es in der Bilanz durch die hohen Betriebskosten einen erheblichen Teil der nötigen bisherigen Kunstförderung koste, damit letztlich zu einer Verarmung an Kunst und Kultur in Göttingen führen werde.

Die Diskussion am Mittwoch, 18. Februar, steht unter der Fragestellung „Kunstquartier – der richtige Weg für Göttingen?“. Oberbürgermeister Köhler, Peter Aufgebauer vom Geschichtsverein Göttingen und Nils König vom Verein Kultur unterstützt Stadt (Kunst) diskutieren, der Bundestagsabgeordneter Fritz Güntzler (CDU) moderiert. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4.

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