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Protestaktion am Göttinger Klinikum

"Dramatischer Personalengpass" Protestaktion am Göttinger Klinikum

Mit der „bislang größten Protestaktion im deutschen Gesundheitswesen“ will die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Mittwoch, 24. Juni, auf „den dramatischen Personalengpass in deutschen Krankenhäusern“ aufmerksam machen.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Mehr als 1300 Kliniken wollen sich bundesweit daran beteiligen, darunter auch das Universitätsklinikum Göttingen und das Asklepios Fachklinikum am Rosdorfer Weg, wie Verdi am Montag mitteilte.

Am Klinikum sei die Aktion um 13 Uhr am Westeingang angesetzt, bestätigte Stefan Weller, Pressesprecher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Sie richte sich an alle Mitarbeiter und werde vom UMG-Vorstand unterstützt. „Wir wollen ein Signal setzen, weil wir dringend Nachwuchskräfte, vor allem in der Pflege, brauchen“, sagte Weller. Auf den Betrieb des Klinikums werde die Veranstaltung aber keine Auswirkungen haben.

Zeitgleich mit dem Streik für mehr Personal an der Berliner Charité wollten Beschäftigte am Mittwoch bundesweit unter dem Motto „162 000 für 162 000“ in einer symbolischen Aktion jeden einzelnen fehlenden Arbeitsplatz mit einer Ziffer kenntlich machen, so Verdi. Ziel sei es, die am Mittwoch in Bad Dürkheim tagenden Gesundheitsminister des Bundes und der Länder zu einer gesetzlichen Regelung der Personalausstattung zu drängen.

„Eine Aktion in dieser Größenordnung hat es noch nie gegeben. Die hohe Bereitschaft, sich zu beteiligen, zeigt die Dramatik des Personalnotstands. Wir brauchen jetzt endlich ein Gesetz für eine verbindliche Personalvorgabe mit entsprechender Finanzierung, um eine gute Patientenversorgung dauerhaft sicherzustellen“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler.

Die Beschäftigten seien nicht mehr bereit, durch die extreme Dauerbelastung ihre eigene Gesundheit zu opfern.

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