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Prozess gegen Frührentner aus Osterode: Frühere Ehefrau gehört

Bei Konflikt in die Wanne Prozess gegen Frührentner aus Osterode: Frühere Ehefrau gehört

Im Prozess gegen den 63 Jahre alten Frührentner aus Osterode, der im November 2014 im Streit seinen angetrunkenen Nachbarn mit einer halbautomatischen Selbstladepistole erschossen hat, ist am Montag im Schwurgericht die frühere Ehefrau des Angeklagten gehört worden.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Osterode/Göttingen. Diese berichtete von den häufigen extremen Stimmungsschwankungen ihres früheren Mannes, von dessen Launen und seiner ungewöhnlichen Konfliktbewältigungs-Strategie. Diskutieren oder einen Streitpunkt mit ihm besprechen, habe man nie gekonnt. Er habe sich stets entzogen, sei tags ins Bett, meistens aber einfach in die Badewanne gegangen.

Dort habe er stundenlang im Wasser gelegen, auch ganze Nächte lang. Gewalttätig sei er aber nie geworden, auch nie eifersüchtig oder wütend. Er habe sich vor allem in die Wanne entzogen. Der Aussage kommt Bedeutung zu, weil der Angeklagte vor dem tödlichen Schuss auch in die Badewanne gegangen war, nachdem er das Trinkgelage des Nachbarn nicht mitmachen wollte.

Das Opfer der Tat war in der Wohnung des Angeklagten und seiner Lebensgefährtin zu Gast und hatte nicht gehen wollen, als es zum Todesschuss kam.

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