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Prozess in Göttingen: Mutmaßlichem Brandstifter droht Unterbringung in Anstalt

Dritter Verhandlungstag Prozess in Göttingen: Mutmaßlichem Brandstifter droht Unterbringung in Anstalt

Die Unterbringung eines 33 Jahre alten mutmaßlichen Serien-Brandstifters in einer Entziehungsanstalt wird immer wahrscheinlicher.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Uslar/Göttingen. Am dritten Verhandlungstag im Landgericht Göttingen wegen dreier Brandstiftungen in unbewohnten Häusern im Uslarer Stadtteil Schönhagen erstattete ein psychiatrischer Sachverständiger sein Gutachten. Er schloss nicht aus, dass der von Drogen und Alkohol abhängige Angeklagte zu den Tatzeiten jeweils eingeschränkt steuerungsfähig gewesen sei. Er könne es aber auch nicht positiv feststellen. Damit ist die Unterbringung des auch psychisch auffälligen Angeklagten in einer psychiatrischen Anstalt nicht möglich, wohl aber eine in einer Entziehungsanstalt.

Der Angeklagte hatte bisher die Brandlegungen bestritten, wohl aber zugegeben, dass er in allen drei Häusern vorher jeweils eingebrochen sei, um Schnaps oder  Werkzeugmaschinen zu stehlen. Mindestens zwei Eigentümer hatten aber gesagt, es habe gar keine Spirituosen in den Gebäuden gegeben. Polizeibeamte sagten am Donnerstag als Zeugen, in einem Fall beweise ein Handflächenabdruck auf einer zerborstenen Glasscheibe die Anwesenheit des Angeklagten vor dem Brand.

Auch habe ein Spürhund der Polizei angeschlagen, als ihm eine Arbeitshose des Angeklagten vorgehalten wurde. Am letzten Tatort war vom Brandstifter Brandbeschleuniger ausgebracht worden, dessen Witterung der Hund aufgenommen hatte.

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