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21-Jähriger muss Geldauflage zahlen

Prozess um Drogenhandel 21-Jähriger muss Geldauflage zahlen

Mit einem milden Urteil ist in dieser Woche ein Drogenprozess gegen einen 21-jährigen Auszubildenden vor dem Jugendschöffengericht Göttingen zu Ende gegangen. Das Gericht verhängte gegen den Angeklagten wegen Besitzes und unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln eine Geldauflage in Höhe von 600 Euro.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen/Rosdorf/Hardegsen. Außerdem muss er sich dreimal einer monatlichen Urinkontrolle unterziehen, um zu prüfen, ob er keine Drogen mehr nimmt. Der Angeklagte hatte in dem Prozess angegeben, dass er sich aus der Szene gelöst habe und seit mehreren Monaten „clean“ sei.

Die Staatsanwaltschaft hatte den 21-Jährigen wegen unerlaubten Handeltreibens in vier Fällen angeklagt. Demnach soll er in seiner damaligen Wohnung in Rosdorf (Kreis Göttingen) zweimal je 100 Gramm Marihuana sowie einmal in der Wohnung seiner damaligen Freundin in Hardegsen (Kreis Northeim) ein Kilo Marihuana gelagert haben, um das Rauschgift anschließend mit Gewinn weiterzuverkaufen. Im Juni 2014 erwischten ihn Polizisten an einer Kreuzung in Göttingen mit geringen Mengen Marihuana und Ecstasy.

Der Angeklagte gab zu, Drogen besessen und auch verkauft zu haben, um damit seinen eigenen Konsum zu finanzieren. Es habe sich aber um deutlich geringere Menge gehandelt als in der Anklage angegeben. Er habe seit seinem 15- Lebensjahr Drogen konsumiert und in der Folge die Schule vernachlässigt, so dass er mehrere „Extra-Runden“ habe drehen müssen. Durch das Strafverfahren sei er jedoch „aufgewacht“. Er habe inzwischen das Fachabitur gemacht und eine Ausbildung in einer anderen Stadt begonnen. Der Wegzug sei eine bewusste Entscheidung gewesen, um nicht wieder in Kontakt zur Göttinger Szene zu kommen. Außerdem habe er an einem von der Drogenberatung angebotenen Selbstkontrolltraining (SKOLL) für den verantwortungsbewussten Umgang mit Suchtstoffen teilgenommen.

Das Gericht folgte mit seiner Entscheidung im Wesentlichen den nahezu gleich lautenden Anträgen der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung. Die Staatsanwältin wies in ihrem Plädoyer darauf hin, dass man keine konkreten Feststellungen zur genauen Menge und zum Wirkstoffgehalt der Drogen treffen könne, da es hierzu nur ungesicherte Angaben von Zeugen gebe. Der Verteidiger stellte heraus, dass sich der Angeklagte selbst aus der Szene herausgelöst habe.

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