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Psychiatrie-Ausschuss nennt Mängel in Demenztrakt in Göttinger Seniorenheim

Mit Trickschloss eingesperrt Psychiatrie-Ausschuss nennt Mängel in Demenztrakt in Göttinger Seniorenheim

Mängel sieht der Ausschuss für Angelegenheiten der psychiatrischen Krankenversorgung des Landes Niedersachsen in einem Göttinger Altenheim. In seinem Tätigkeitsbericht 2014 werden Probleme im Seniorenheim am Ingeborg-Nahnsen-Platz aufgelistet.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. In jedem Jahr schickt der Ausschuss Besuchskommissionen zu verschiedenen sozialen und psychiatrischen Einrichtungen im Land. Hauptkritikpunkt im Seniorenzentrum Göttingen: Der Demenzbereich war mit einem sogenannten Trickschloss ausgestattet, „um die dort lebenden Menschen in diesem Bereich auch gegen ihren Willen halten zu können“, heißt es in dem Bericht. Die Besuchskommission betrachte diesen Teil „als geschlossenen Bereich und als freiheitseinschränkende Maßnahme“. Weil dort kein eigener Nachtdienst eingesetzt gewesen sei, habe es des nachts „erhebliche Defizite in der Sständigen und kontinuierlichen Versorgung und Beaufsichtigung“ der Bewohner gegeben. Auch habe es weitaus mehr Bettgitter als üblich gegeben.  

 
Allerdings übt der Ausschuss nicht nur Kritik am Seniorenzentrum. Ausdrücklich gelobt wird „das engagierte Betreuungs- und Pflegeteam.“ Positiv sei auch das „annehmende Milieu auf den Wohnebenen und Wohnetagen“, auch die stadtnahe Lage und die Integration des Hauses in die Gesellschaft seien vorteilhaft. Und: Nach der Kritik durch den Psychiatrie-Ausschuss habe die Heimleitung umgehend einen zusätzlichen Nachtdienst eingerichtet.

 
Bitten um Stellungnahmen von der Heimverwaltung oder von Geschäftsführer Jens-Uwe Krüger blieben unbeantwortet.

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