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Public Viewing beim Erlebnis Turnfest

Fußball EM 2016 Public Viewing beim Erlebnis Turnfest

Public Viewing bei Picknick-Atmosphäre erlebt man auch nicht jeden Tag. Auf der N-Joy-Bühne des Erlebnis Turnfests am Kiessee war es am Sonntag möglich. Völlig entspannt genossen die mehr als 1000 Deutschland-Fans unter freiem Himmel und bei herrlichem Sommerwetter den souveränen 3:0-Erfolg der Nationalelf im EM-Achtelfinale gegen die Slowakei.

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Mitfiebern an der N-Joy-Bühne.

Quelle: Christoph Mischke

Göttingen. Optimismus macht sich schon vor Spielbeginn breit. „Wir gewinnen 3:1 durch zwei Tore von Thomas Müller und eins von Mario Götze“, tippt Dominik Hummel, der es sich gemeinsam mit seiner Freundin auf einer Decke gemütlich gemacht hat.

Super Idee

Dass seine Prognose letztlich nicht ganz aufgeht - geschenkt. Hauptsache gewonnen und eine Runde weiter. Die beiden Göttinger gaben dem Kiessee den Vorzug zur Lokhalle. „Am Abend vorher waren wir bereits zu einer Veranstaltung hier, die Bühne ist cool“, begründet Hummel. Ähnlich angetan vom Ambiente ist Marc Klinkermann. „Es ist total schön. Eine super Idee, das Spiel im Freien zu zeigen“, sagt der Football-Crack der BG 74 Generals.

Obwohl überwiegend ein junges Publikum zum Kiessee gekommen ist, steht die Übertragung in ziemlichem Kontrast zum üblichen Spektakel auf Fan-Meilen. Das frühe 1:0 durch Jerome Boatang? Wird laut beklatscht. Die meisten Zuschauer erheben sich nicht einmal von ihren Decken.

Ein Fan ruft „Was ein Pfund, Junge!“, dann schauen alle wieder ganz in Ruhe weiter das Spiel. Nach dem 2:0 zündet sich ein älterer Herr demonstrativ seine Siegeszigarre an. Zwischendurch stören lediglich die unqualifizierten Kommentare mehrerer Möchtegern-Bundestrainer á la „schieß doch mal“, wenn ein deutscher Spieler mit Ball 40 Meter vom gegnerischen Tor entfernt ist, oder „der Özil ist so schlecht, den hätte ich gar nicht mit zur EM genommen“.

Liebling der Fans

Spürbar laut wird es erst wieder um die 70. Minute herum, als sich die Einwechslung von Lukas Podolski ankündigt. Der Poldi, noch immer Liebling der Fans.

Nach dem Abpfiff folgt das mittlerweile eingespielte Ritual: kurz jubeln, ein bisschen klatschen. Dann ab an die Bühne, wer noch zu den Konzerten bleibt, oder ab nach Hause. Und nach so einem dominanten Sieg ist doch klar, wer Europameister wird, oder? „Wenn wir den schweren Gegner im Viertelfinale und Halbfinale meistern, sehe ich gute Chancen“, äußerst sich Kay Tuschen vorsichtig optimistisch. Wesentlich euphorischer fällt sein Fazit zum Public Viewing am Kiessee aus: „Es war traumhaft schön, müsste es öfters geben.“

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