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Publikumsbefragung in Göttinger Kultureinrichtungen

"Mehr interkulturelle Angebote" Publikumsbefragung in Göttinger Kultureinrichtungen

Im vergangenen Jahr haben 15 Göttinger Kultureinrichtungen, die mit der Stadt Zuwendungsverträge geschlossen haben, ihr Publikum befragen lassen. 5.955 Fragebögen wurden ausgefüllt. Jetzt wurden die Ergebnisse ausgewertet und im Kulturausschuss vorgestellt.

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Im vergangenen Jahr haben 15 Göttinger Kultureinrichtungen, die mit der Stadt Zuwendungsverträge geschlossen haben, ihr Publikum befragen lassen. 5.955 Fragebögen wurden ausgefüllt. Jetzt wurden die Ergebnisse ausgewertet und im Kulturausschuss vorgestellt.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Hilmar Beck, Leiter des Fachbereiches Kultur der Stadt Göttingen, verwies zu Beginn auf die Ziele der Befragung. „Im Fokus standen die Fragen: Wen erreichen die Angebote und wie unterscheiden sich die Besucher?“

Dabei wurde festgestellt, dass die etwa 3.700 Veranstaltungen pro Jahr insbesondere von Frauen mit einem höheren Bildungsabschluss besucht wurden, wie Beck erklärte. Es falle vor allem auf, dass der Anteil der Besucher mit akademischem Abschluss von 56 Prozent in deutlichem Unterschied zu den 18 Prozent mit akademischem Abschluss in der Gesamtbevölkerung der Stadt steht.

Für Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck (SPD) leiten sich daraus einige Schlussfolgerungen ab. Zum Beispiel müssten sich Kultureinrichtungen stärker an die Allgemeinheit richten. „Kultureinrichtungen müssen sich noch etwas einfallen lassen“, so Schlapeit-Beck. „Es muss mehr interkulturelle und niedrigschwellige Angebote geben, außerdem müsste etwas für den kleinen Geldbeutel dabei sein.“

Dass sich das lohne, sehe man beispielweise beim Kulturticket der Universität, das es Studierenden ermöglicht, viele Kultureinrichtungen gratis zu besuchen. Das Deutsche Theater habe dadurch einen starken Besucherzugang erfahren. „Ich denke, da waren wir alle überrascht“, so die Sozialdezernentin.

Auch der Ort der Veranstaltung spiele eine Rolle. „Es zieht ein ganz anderes Publikum an, wenn ein Klavierkonzert in der Uni stattfindet oder im Nachbarschaftstreff in Grone – dabei ist die Musik die gleiche.“

Von Benjamin Köster

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