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Rapper Kollegah in Göttingen

Es erinnert mich an meine Anfangszeit Rapper Kollegah in Göttingen

Während Rapper Haftbefehl von Offenbach aus den Deutschrap neu definiert, bleibt einer altmodisch: Kollegah. Er ist weiterhin der Gangster, der von käuflicher Liebe und Drogen rappt.

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Rapper Kollegah im Göttinger Barbilon.

Quelle: Holzmeier

Göttingen. Knapp 200 Fans im Göttinger Barbilon ist das in der Nacht zu Sonnabend vollkommen egal. Sie warten stundenlang auf ihren Helden.

Zwischen 25 und 100 Euro haben ihre Tickets gekostet, je nach dem, ob sie nach dem Konzert noch Zugang zum Backstage-Bereich bekommen wollten.

Und ihr Held lässt dann auch lange auf sich warten. Der Club füllt sich, die Stimmung wird von Vor-Rapper Adsum-One ordentlich angeheizt, aber der selbsternannte Boss der Bosse kommt immer noch nicht.

Während Rapper Haftbefehl von Offenbach aus den Deutschrap neu definiert, bleibt einer altmodisch: Kollegah. Er ist weiterhin der Gangster, der von käuflicher Liebe und Drogen rappt. © Holzmeier

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An sich ist es eigentlich schon eine Überraschung, dass Kollegah in Göttingen auftritt. Mittlerweile füllt er große Hallen, der Auftritt in Göttingen kam nur zustande, weil er mit Club-Besitzer Hassan Abbas befreundet ist. „In kleinen Clubs aufzutreten, ist aber schon auch etwas Besonderes“, erzählt der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Felix Blume heißt. „Es erinnert mich an meine Anfangszeit.“

Ganz so sehr liegt es ihm aber dann wohl doch nicht am Herzen. Nach gerade einmal vier Liedern verabschiedet sich der Star in den Backstage-Bereich – ein Frustmoment für viele der hartgesottenen Fans. „Totale Verarschung“, findet Konzertbesucher Matthias. „Nie wieder Kollegah!“

Für andere hingegen, die es in den Backstage-Raum geschafft haben, dürfte ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen sein.  Kollegah nimmt sich viel Zeit für Fotos und kurze Gespräche mit seinen Fans – für viele mehr als eine Entschädigung für den sehr kurzen Aufritt. „Es hat sich total gelohnt“, finden Nastassja und Valerie. Sie haben es nach stundenlangem Warten in den VIP-Bereich geschafft und sind überzeugt: „Kollegah ist es wert.“

Von Benni Koester

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