Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Rat Adelebsen berät über Hochwasserschutz-Konzept

Nebenfluss der Weser Rat Adelebsen berät über Hochwasserschutz-Konzept

Wie geht es weiter mit dem Hochwasserschutz an der Schwülme? Über ein Entwicklungskonzept für den kleinen Fluss berät der Rat der Gemeinde Adelebsen in seiner Sitzung am Donnerstag, 24. September.

Voriger Artikel
Wahlrecht ab 16: Julis wollen „Druck machen“
Nächster Artikel
Sorge um Gut Olenhusen

Schwülmetal

Quelle: Heller/Archiv

Adelebsen. In den vergangenen Jahren wurde die Schwülme im Bereich von Lödingsen bereits an drei Stellen aufgeweitet, um Engpässe zu beseitigen. Der Plan, oberhalb von Lödingsen ein Regenrückhaltebecken zu errichten, ist laut Verwaltung allerdings daran gescheitert, dass Grundstückeigentümer ihre Flächen nicht abgeben wollten. Deshalb soll nun von der Gemeinde Adelebsen ein Fließgewässer-Entwicklungskonzept erstellt werden, um mittelfristig weitere Maßnahmen an der Schwülme planen und dafür auch Fördergeld in Anspruch nehmen zu können.

 
Eine Untersuchung über die Schwülme des Landschaftsbüros Schwahn stellt dem Zustand des Flusses jedenfalls kein gutes Zeugnis aus. Naturferner Ausbau, intensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung und Versiegelung seien die Hauptgründe für die Hochwasserprobleme, die den Flecken in der Vergangenheit wiederholt heimsuchten. Die Gründe seien zugleich für eine ökologische Verarmung und eine Verringerung der Selbstreinigungsfähigkeit verantwortlich. Auch wenn es durch die bereits erfolgten Arbeiten Fortschritte im Hochwasserschutz gebe, bestünden nach wie vor Defizite.

 
Eine Renaturierung könne eine erhebliche Aufwertung für die Schwülme bedeuten. Erste Vorschläge werden in der Untersuchung bereits gemacht. Vordringlich seien Maßnahmen in den Abschnitten, in denen die Schwülme unmittelbar am Bahndamm oder der Landesstraße verläuft. Durch Erosion und weitere Unterspülungen könnten zukünftig die Standfestigkeit der Bebauung und der Bäume gefährdet sein. Das Ziel der Naturnähe erfordere zudem eine Verringerung des Nutzungsdrucks und die Entwicklung von etwa fünf Meter breiten Gewässerrandstreifen.

 
Der Rat tagt um 18.30 Uhr im Rathaus Adelebsen, Burgstraße 2.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016