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Rathausdach in Hann. Münden sanierungsbedürftig

Da ist der Wurm drin Rathausdach in Hann. Münden sanierungsbedürftig

„Treten Sie bitte nur auf die Dielen und nicht auf die Gefache.“ Mit dieser Warnung hat Jürgen Stieler die Mitglieder des Mündener Stadtentwicklungsausschusses auf den Dachboden des historischen Rathauses geleitet. Wie sanierungsbedürftig das etwa 400 Jahre alte Gebälk ist und was zurzeit an Sanierungsarbeiten erfolgt, erläuterte der Projektleiter den Politikern beim Ortstermin.

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Die Balken biegen sich: Ausschuss beschtigt Rathaus-Dachstuhl.

Quelle: BE

Hann. Münden. Schon seit 1996 ist klar, dass die Statik des historischen Rathauses „kritisch“ ist. Der Einbau von Stützbalken im Bereich des Standesamtes sollte seinerzeit verhindern, dass sich die Deckenbalken weiter biegen.

Bei einer späteren intensiven Untersuchung durch einen Bauforscher wurde festgestellt, dass in einigen alten Balken nicht nur der Wurm drin ist sondern es beim Bau des Rathauses (1603 - 1618) über längere Zeit reingeregnet haben muss und über die Jahrzehnte das Holz von innen faulte.

Burkhard Klapp von der unteren Denkmalbehörde der Stadt Hann. Münden ergänzte, dass der Dachstuhl entgegen der ursprünglichen Pläne gebaut wurde. Statt wie geplant einen durchgehenden Giebel zu bauen, wurde an der Nordseite ein Dachstuhl mit drei Ziergiebeln eingebaut. Deshalb und auch wegen der Setzungen der Trägerbalken aufgrund von Feuchtigkeitsschäden ist es um die Statik des gesamten Rathausdaches heute nicht zum Besten bestellt.

800 000 Euro

Zurzeit werde, so erläuterte Stieler, an der Südseite das Dach neu eingedeckt und wetterfest gemacht. Im Innern des etwa zehn Meter hohen Dachstuhls erfolgen zurzeit sogenannte Ertüchtigungen, womit die Statik insgesamt verbessert und weitere Verschiebungen des Dachs vermieden werden sollen. Der Einbau zusätzlicher Stahlkonstruktionen soll zudem Lasten von den tragenden Konstruktionen nehmen.

Die Dachsanierung des Rathauses erfolgt in zwei Teilabschnitten, so Stieler. Die Kosten für den ersten Abschnitt bezifferte der Projektleiter auf rund 800 000 Euro, für den zweiten werde mit 600 000 Euro kalkuliert. Klapp teilte dem Ausschuss mit, dass noch in diesem Jahr mit Bewilligung von Fördermitteln in Höhe von 187 000 Euro von der Landesdenkmalbehörde gerechnet werde.

Die Balken biegen sich: Ausschuss beschtigt Rathaus-Dachstuhl. © Eichner-Ramm

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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