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Rats-SPD strukturiert Fraktionsvorstand neu

Wedrins wird neuer Fraktions-Chef Rats-SPD strukturiert Fraktionsvorstand neu

Die Göttinger SPD-Ratsfraktion stellt sich komplett neu auf: Sie hat Tom Wedrins zu ihrem Vorsitzenden gewählt, Stellvertreter sind Christian Henze und Anna Wucherpfennig. Damit verkleinert die Fraktion ihren Vorstand von fünf auf drei Mitglieder. Und zusätzliche Vertreter des Stadtverbandes haben kein Stimmrecht mehr.

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Tom Wedrins (links) ist neuer Vorsitzender, Stellvertreter sind Christian Henze und Anna Wucherpfennig.

Quelle: R

Göttingen. Wedrins löst den bisherigen Fraktionschef Frank-Peter Arndt ab. Er habe sich aus persönlichen Gründen nicht wieder zur Wahl gestellt, bestätigte Arndt am Montag. Er stand seit 2010 an der Spitze der SPD-Ratsfraktion. Davor hatte Wedrins schon einmal acht Jahre lang die Fraktion geleitet. Er ist seit 2001 Mitglied des Rates, Henze ebenso. Ganz neu im Rat und im Fraktionsvorstand ist die Berufsschullehrerin Wucherpfennig aus Grone: Jahrgang 1982, aufgewachsen in Seulingen, seit zwölf Jahren Göttingerin. Wedrins sei während der konstituierenden Sitzung vergangene Woche in geheimer Abstimmung mit 12 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung gewählt worden, seine Vertreter mit 11 Zustimmungen bei jeweils einer Nein-Stimme und einer Enthaltung.

Wedrins hatte den Fraktionsvorsitz vor sechs Jahren abgegeben, als er Leiter der Geschwister-Scholl-Gesamtschule wurde. Die neue berufliche Aufgabe neben der Familie „verlangt meine uneingeschränkte Einsatzkraft“ hatte er gesagt. Es sei für ihn nicht mehr möglich „Beruf, Familie und Kommunalpolitik unter einen Hut zu bekommen“. Die Situation habe sich inzwischen geändert, erklärte er am Montag. Seine Kinder seien älter geworden, dadurch habe er mehr Zeit für das Ehrenamt. Und er gehe davon aus, dass die neue Struktur des Fraktionsvorstandes die Arbeitsbelastung für den Vorsitzenden reduzieren werde. Allerdings werde er sein Amt als stellvertretender Vorsitzender des SPD-Unterbezirkes abgeben.

Die künftige Struktur des Vorstandes und weitere organisatorische Belange hat die Fraktion jetzt erstmals in einer Satzung festgelegt. Bisher gab es dafür nur langjährige, traditionelle und informelle Verabredungen, bestätigte der Stadtverbandsvorsitzende Christoph Lehmann. Dabei habe sich das Verhältnis von fünf Vorstandsmitgliedern bei 15 Fraktionsmitgliedern als „Manchmal sperrig und ungünstig“ herausgestellt. Künftig betrage es ein Fünftel.

Bisher hatte außerdem die Partei mit fünf stimmberechtigten Vertretern einen großen Einfluss im Fraktionsvorstand. Der schwindet: Künftig gehören nur noch drei beratende Mitglieder aus der Partei dem Vorstand an, so Lehmann: „Diese Selbstbeschränkung soll der Stärkung der Fraktion dienen.“ Drei Vertreter des Stadtverbandes in den wöchentlichen Fraktionssitzungen hätten dort weiterhin auch Stimmrecht. Wen die Partei in den Fraktionsvorstand schickt, wollte der Stadtverband noch am Montagabend bestimmen.

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