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Raubmörder auch in Göttingen aktiv?

Polizei Hannover überprüft Supermarkt-Überfall Raubmörder auch in Göttingen aktiv?

Nach dem Mord in einem Supermarkt in der Weizenfeldstraße im hannoverschen Stadtteil Stöcken überprüft die Polizei insgesamt 19 Supermarkt-Überfälle in ganz Niedersachsen und Nordhessen.

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Fotos vom hannoverschen Mörder, aufgenommen bei der zweiten Raubtat in einem Lidl-Markt in Hemmingen.

Quelle: Polizei Hannover

Göttingen/Hannover. Eine dieser Taten, die Parallelen zu den Raubmord in Stöcken haben, ereignete sich am 27. September in der Industriestraße in Göttingen. Damals hatte ein mutmaßlich 40 bis 45 Jahre alter Räuber mit osteuropäischem Akzent einen Angestellten mit einer Waffe bedroht und einen Geldbetrag in unbekannter Höhe geraubt. Die Beschreibung sowie ein später angefertigtes Phantombild des Täters könnten zu jenem Mann passen, der den Mord in Hannover beging.

Allerdings schränkt Thomas Klinge, Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, ein, sei bisher in keinem einzigen Fall nachgewiesen, dass es derselbe Täter ist. „Wie in einem Puzzle“, sagt Klinge, müsse erst überprüft werden, ob die Teile, also die Taten, überhaupt zueinander passten, ehe man versuchen könne, ein Bild daraus zu legen. Wenn allerdings feststehe, dass es sich jeweils um denselben Täter gehandelt habe, dann könnten die unterschiedlichen Spuren wie Fotos, DNA-Spuren oder Fingerabdrücke der gesamten Serie zusammengefügt werden. Die Chance, den Mörder zu finden, steige damit.

In Stöcken hatte der Gesuchte am 4. Dezember kurz vor  20 Uhr einen Supermarkt überfallen, eine 51 Jahre alte Kassiererin mit einer Schusswaffe bedroht und einen 21-jährigen Kunden, der ihn zu überwältigen versuchte, während eines Handgemenges erschossen. Ein weiterer Kunde (29), der auf die Situation zu kam,  wurde durch einen zweiten Schuss schwer verletzt. Der Schütze floh ohne Beute.

Dass die Polizei schon am nächsten Tag mit Fotos und einer Filmsequenz nach dem Räuber fahnden konnte, liegt an einem zweiten Überfall des mutmaßlich selben Täters. Der hatte im Anschluss einen Lidl-Markt in Hemmingen überfallen. Dort zeichnete eine Kamera den bei beiden Überfällen identisch gekleideten Räuber auf.

Die Beschreibung (40 bis 50 Jahre alt, 1,75 Meter groß, kräftig bis korpulent, kurzes rotblondes Haar, osteuropäischer Akzent) findet sich in Teilen auch in der Beschreibung des Räubers, der am 27. September 2013 in der Industriestraße in Göttingen zuschlug. Das damals entstandene Phantombild allerdings zeigt einen etwas schlankeren Mann. Ob beide Fälle zusammenpassen, müssen nun die Ermittlungen zeigen.

Übrigens: Am selben Tag, als der Markt in der Industriestraße ausgeraubt wurde, gab es in Göttingen einen zweiten Überfall: Sechs Stunden zuvor hatte ein Unbekannter versucht, eine Sparkassen-Zweigstelle in der Königsberger Straße zu überfallen. Er brach die Tat ohne Beute ab. Dieser Täter soll eher rundlich sein und ein Doppelkinn haben.

Die Polizei sucht mit Hilfe von Fotos und Videosequenzen nach einem Unbekannten, der im Verdacht steht, einen Supermarkt in Hannover überfallen und dabei einen 21-jährigen Kunden erschossen zu haben.

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