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Raum für Selbsthilfegruppen im UMG-Krebszentrum

Abstand vom klinischen Geschehen Raum für Selbsthilfegruppen im UMG-Krebszentrum

„Laufen fürs Leben“ – der zweite Göttinger Lauf gegen Krebs, hat im Sommer dieses Jahres über 18.000 Euro an Spendengeldern eingebracht. Die Frage nach dem Verwendungszweck wurde nun offiziell beantwortet.

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Quelle: ef

Göttingen. In der Von Siebold Straße 3, der ehemaligen Hautklinik, ist ein Begegnungsraum für an Krebs Erkrankte eingerichtet worden.

„Wir werden alle Spendengelder einsetzen“, so Dr. Helde Schumacher vom Universitäts-Krebszentrum. Möbel Jaeger hat Sachspenden in Form einer hochwertigen Sitzgarnitur beigesteuert. Der Erlös reiche sogar noch, so Schumacher, um davon die Stelle der ambulanten „Breast Care Nurse“ weiter zu finanzieren.

Abseits des klinischen Geschehens und weißer Kittel möchte man hier ein kostenfreies Angebot für Selbsthilfegruppen etablieren. Start des Angebots ist im Januar mit Gesprächskreisen und Themenabenden, auch der Verein „Horizonte“ ist bereit mit von der Partie. Leitfaden des Angebots ist Psychoonkologie, also das Beschäftigen mit den seelischen Auswirkungen der Krebserkrankung. Unterstützung gibt es von hoher Stelle. UMG-Vorstandsmitglied Dr. Sebastian Freytag zeigt sich „offen, hier mehr zu tun“. Denn, so sagt er, jeder könne vor der Situation stehen, solch ein Angebot zu benötigen. „Räume sind wie Trüffel“, so Freytag, und spielt darauf an, dass Räumlichkeiten, in die sich Selbsthgilfegruppen einmieten können, in Göttingen rar gesät sind.

Der neue Selbsthilferaum, eine Begegnungsstätte des Universitäts-Krebszentrums, findet bereits jetzt Interessenten. Reinhard Heise etwa gehört zur Selbsthilfegruppe Blasenkrebs. „Bislang haben wir uns im Sitzungsraum der UMG-Urologie zusammengefunden, um Hilfestellungen über persönliche Gespräche zu geben. Der notwendige räumliche Abstand zum klinischen Geschehen ist dort nicht gegeben, aber genau dies erfüllt der neue Raum.“

mah

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