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Raumnot in der Kita Groß Ellershausen

Kindergartenkinder essen im Flur Raumnot in der Kita Groß Ellershausen

Die Kindergartengruppe im St.-Martini-Kindergarten in Groß Ellershausen hat zu wenig Platz. Jetzt soll die Stadt Göttingen, der das Gebäude gehört, schnell helfen. Den Eltern geht das aber zu langsam. Sie sammeln nun Geld, um den Prozess selbst mitgestalten zu können.

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Quelle: Hinzmann

Groß Ellershausen. 25 Kindergartenkinder teilen sich einen Raum in der Kita Groß Ellershausen. Nach der Umstellung auf Ganztagesbetreuung ist die Situation nicht leichter geworden für Erzieherinnen und Kinder. Als die Kita 1970 geplant worden sei, seien die heutigen Anforderungen an eine solche Einrichtung schlichtweg nicht absehbar gewesen, sagt die stellvertretende Leiterin der Einrichtung, Anke Siebold. Die Betten für die Ruhephasen müssten Erzieherinnen immer vom Gang in den Raum tragen. Und zum Frühstück und Mittagessen treffe sich die Hälfte der Gruppe auf dem Flur. Doch dieser Gang wird auch von der freiwilligen Feuerwehr genutzt, die im selben Gebäude untergebracht ist. So müssten Erzieherinnen die Möbel montags und freitags aus dem Weg schaffen, damit die Feuerwehrleute in ihren Schulungsraum gelangen können.

Diese Raumnot ist nun auch Inhalt einer interfraktionellen Anfrage der SPD und CDU im Ortsrat Groß Ellershausen, Hetjershausen und Knutbühren geworden, die einstimmig angenommen wurde. Darin wird die Stadtverwaltung gebeten, die räumliche Situation grundlegend zu verbessern. Denn „die derzeitigen räumlichen Bedingungen genügen bei Weitem nicht mehr den Bedürfnissen der Kinder“.

Die Kinder benötigen aber während des 9-stündigen Kita-Tages sowohl Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten als auch Raum für Bewegung Elternvertreterin Daniela Koch geht das zu langsam. Daher hat sie schon im Februar begonnen, Spendenbriefe an lokale Restaurants und Unternehmen zu schicken. Bei einer Tombola im Real-Warenhaus konnten die ersten 7500 Euro gesammelt werden. An allen Sonnabenden im Juni wollen die Eltern nun einen Kuchen- und Waffelverkauf mit Sitzmöglichkeiten im Realmarkt veranstalten. In den kommenden Wochen wollen die Eltern noch einen Förderverein gründen. Dieser soll dann die etwaigen Umbaumaßnahmen mitgestalten können. Da die Eltern die Finanzierung organisierten, sollten auch diese über die Nutzung des Geldes entscheiden, sagt Koch.

Abschluss des Spendenmarathons bildet ein Benefiz-Familientag im Citroën-Autohaus Rolf, Anna-Vandenhoeck-Ring 2, am Sonntag, 5. Juli, von 11 bis 16  Uhr. Er wird von der Anzeigenzeitung Blick in Zusammenarbeit mit dem Autohaus Rolf und den Göttinger Real-Märkten ausgerichtet. Es gibt viele Aktionen für Kinder, eine große Tombola und eine amerikanische Live-Auktion. Zu Gast ist Schauspieler Prashant Jaiswal, bekannt unter anderem aus der Serie „Stromberg“.

pmr/afu

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