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Regen-Rekord und Nebel: Unfallgefahr steigt

ADAC rät: Fuß vom Gas Regen-Rekord und Nebel: Unfallgefahr steigt

Trübes Wetter, Niederschlag ohne Unterlass und Temperaturen um die zehn Grad: Südniedersachsen versinkt dieser Tage im Regenchaos. Gestern war es besonders heftig. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab Unwetterwarnungen für die Landkreise Göttingen und Northeim heraus, die im Laufe des Tages bis Dienstagmittag, 28. September, ausgedehnt wurden.

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Fordern von den Autofahrern erhöhte Konzentration: Regengüsse wie hier gestern auf dem Kreuzbergring.

Quelle: Pförtner

Bis dahin besteht die Gefahr von ergiebigem Dauerregen – Mengen von mehr als 50 Litern pro Quadratmeter in 24 Stunden werden erwartet. „Eine mächtige Zahl“, sagt Ronald Radtke von der Wetterwarte des DWD in Geismar. Eigentlich betrage das Monatsmittel im September 50 Liter pro Quadratmeter. Dennoch musste die Berufsfeuerwehr Göttingen keine Keller auspumpen. Zum Glück habe es gestern gleichmäßig geregnet, erklärte ein Sprecher.

Neblig-trüb und regnerisch wird es auch die nächsten Tage weitergehen. Folge: Die Unfallgefahr steigt. Ursachen für Karambolagen bei Nebel, schlechter Sicht und viel Regen sind meist überhöhtes Tempo und zu geringer Sicherheitsabstand. Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt rät den Autofahrern deshalb, stets bremsbereit zu sein. Zudem hat der Automobilclub einige Regeln für Autofahrer zusammengestellt:

  • Fahrgeschwindigkeit bei Nebel und starkem Regen drastisch reduzieren und der Sicht anpassen. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass bei einer Sichtweite von 50 Metern höchstens 50 Stundenkilometer gefahren werden dürfen. Als Orientierungshilfe sind die seitlichen Leitpfosten hilfreich: Sie stehen meist in einem Abstand von 50 Metern.
  • Vorsicht bei Aquaplaning, besonders in Kurven, Unterführungen, auf Straßen neben Berghängen und mit Spurrillen. Bei Aquaplaning Fuß vom Gas nehmen, Lenkrad in beide Hände nehmen und abrupte Fahrmanöver vermeiden. Auf keinen Fall bremsen, das führt oft zum Schleudern.
  • Ausreichend Sicherheitsabstand halten: Wer sich in der Nebelsuppe einfach an das vorausfahrende Fahrzeug hängt, riskiert einen folgenschweren Auffahrunfall. Stets sollten Autofahrer mit plötzlich auftretenden Nebelbänken rechnen. Diese Gefahr besteht besonders im Bereich von Feldern und Flussquerungen.
  • Licht anschalten und für freie Sicht sorgen. Scheiben und Scheinwerfer sauber halten.
  • Nicht voreilig die Nebelschlussleuchte einschalten. Sie darf erst bei weniger als 50 Meter Sicht eingesetzt werden – allerdings wegen der hohen Blendwirkung nur im Nebel.
  • Das Fahren im Nebel und bei starkem Regen ist sehr anstrengend. Daher empfiehlt der ADAC, öfter eine Pause einzulegen und sich keinesfalls durch Termine in Zeitdruck bringen zu lassen. Die grundsätzliche Devise Sicherheit statt Hektik gelte auch für die Mitfahrer, so die ADAC-Verkehrsexperten: Den Fahrzeugführer nicht durch Gespräche ablenken, denn Nebelfahrten erfordern volle Konzentration.

Von Matthias Heinzel und Andreas Fuhrmann

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