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Rekord: 300 Spieleautoren treffen sich in Göttingen

Novizin mit Faultieren am Start Rekord: 300 Spieleautoren treffen sich in Göttingen

Das Interesse am Spieleautorentreffen in Göttingen ist größer denn je: „Wir haben mit rund 300 Anmeldungen an diesem Wochenende wieder eine Rekordbeteiligung verzeichnet, die Zahl steigt von Jahr zu Jahr“, sagt Reinhold Wittig. Der Initiator der Göttinger Veranstaltung freut sich über die Resonanz.

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Thea Reutel (l.) und ihr Spiel Sloth Motion: Testerin Cosima Maly hat viel Speß damit.

Quelle: Vetter

Göttingen. Erneut sind wieder Erfinder aus Deutschland, den USA, Holland, Tschechien, Dänemark und vielen anderen Ländern zu Gast. In diesem Jahr, so der Göttinger Spieleerfinder Wittig, gebe es zudem einen neuen Trend im Spielebereich: „Brisante Themen und Spiele mit gesellschaftlicher Relevanz werden ein großes Thema“, sagt er. Zum Beispiel: Spiele für Menschen mit Demenz oder Spiele gegen Mobbing und Gewalt.

In der Göttinger Stadthalle werden am Sonnabend die Neuheiten von den Erfindern an zahlreichen Tischen präsentiert, am Sonntag können alle Interessierten dann ausprobieren, was vielleicht demnächst auf dem Spielemarkt erscheint. Viele der Teilnehmer hoffen, dass neben den Gleichgesinnten vielleicht auch ein Verlag auf sie aufmerksam wird.

So auch Heinrich Poschkamp aus Kerpen am Niederrhein. Er ist mit mehreren Spielen vertreten, unter anderem mit einem Namens „Kapitän Cook“. Dabei geht es darum, auf einer Schiffsreise Dinge zu sammeln (Tiere, Früchte und Ähnliches) und alles an Bord zu transportieren. Poschkamp ist schon fast ein alter Hase der Spieleerfinder-Szene, war bereits mehrfach in Göttingen dabei.

Wenige Tische weiter spielen Schülerin Cosima Maly und Spieleerfinder Traugott Dittmann gemeinsam mit Erfinderin Thea Reutel das von ihr erdachte „Sloth Motion“. Ein Spiel, bei dem Faultiere (englisch Sloth) an einen Baum gesteckt werden. Die Regeln sind einfach, der Spaß groß. Cosima würfelt und bringt geschickt die meisten Faultiere auf die Palme.

Wer nicht aufpasst, kann den Baum zum Kippen bringen. Reutel ist das erste Mal dabei. „Ich möchte mich erst einmal in der Spieleautoren-Szene umschauen und mich informieren“, sagt die 27-jährige Erzieherin aus Bad Sooden-Allendorf. „Ich habe aber schon öfters kleine Spielsachen für Kinder, zum Beispiel eine Chamäleon-Box, erdacht“, sagt sie.

Das erste richtige Spiel sollte auf jeden Fall etwas mit Faultieren werden. Die Faultiere hat sie bestellt, das Holz im Baumarkt organisiert. „Für den Rest habe ich Papas Werkstatt geplündert“, erzählt sie lachend. Testkandidatin Cosima, Tochter eines Spieleerfinders, macht das Spiel großen Spaß – die Schülerin gewinnt die Partie. Beim Treffen werden jedes Jahr auch Preise vergeben.

Den „Inno-Spatz“  für besonders innovative Leistungen erhielt die Nürnberger Spielwarenmesse, Kyra Mende nahm ihn entgegen. Zudem vergibt die Jury „Spiel des Jahres“ den „Förderpreis für junge Autoren“ – den erhielt am Sonntag Sophia Wagner aus Potsdam.

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