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Rekordsaison für Göttinger Bismarckturm

So viele Besucher wie noch nie Rekordsaison für Göttinger Bismarckturm

Göttingens Bismarckturm ist ein Besuchermagnet. Seit Saisonbeginn am 3. April haben bereits rund 5200 Besucher den Turm auf dem Kleperberg besucht.

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Besuchermagnet: Bimarckturm.

Quelle: Heller

Göttingen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Von dem 31 Meter hohen Gebäude bietet sich ein atemberaubender Blick auf Göttingen, die Region – und darüber hinaus. Martin Rüttger aus Uslar war zum ersten Mal oben und konnte bis zum Hohen Meißner blicken. Den Turm besucht hat er auf Anraten von Andrea Kreye. „Ich komme meist hier her, wenn ich Besuch habe, um ihnen den Turm zu zeigen.“ Für Rüttger hat sich der Ausblick gelohnt. „Ich konnte einiges erkennen, auch, weil ich die Region als Motorradfahrer gut kenne.“

 
Der von der Stadt Göttingen eingesetzte Turmwächter, der namentlich nicht genannt werden möchte, weiß allerdings, dass für manche Besucher nicht nur die Aussicht zählt: Ein „sorgfältig gescheitelter Mittzwanziger“ habe seiner Angebeteten jüngst auf der Aussichtsplattform einen Heiratsantrag gemacht. Im Gästebuch hat sich dann die Dame verewigt: „Ich habe Ja gesagt!“ Schön also, dass ihr Liebster die 171 Treppenstufen nicht vergeblich erklimmen musste.
Zur Anzahl der Treppenstufen gebe es übrigens unterschiedliche Meinungen. Manchmal sei von 180 die Rede, der Turmwächter und viele mitzählende Kinder wüssten aber, dass es neun weniger sind. Der Teufel steckt halt im Detail – und die Frage nach der Stufenanzahl wird anscheinend, mehr oder weniger schnaufend, immer wieder gestellt. Dem Herrn des Turms ist es recht, obgleich er sich natürlich auch über Fachgespräche und tiefergehende Fragen freut. Noch mehr Freude bereitet ihm aber die Bilanz: Seit ich vor 15 Jahren begonnen habe, gibt es keine Saison, die so gut ausgefallen ist wie diese.“ jro

 
Noch im September an den Wochenenden von 11.30 bis 18 Uhr geöffnet. Die kommende Saison beginnt wieder im April.

 

Seit 1898 in Stadtbesitz
Alt-Reichskanzler Otto von Bismarck hat dem Göttinger Turm noch selbst seinen Segen gegeben. Vor Baubeginn 1892 erteilte er in einem Brief die Erlaubnis, den Turm nach ihm zu benennen. Getragen wurden die Bauarbeiten einzig durch Spenden und einen Verein, der sich auflöste, als das Gebäude 1898 nach Fertigstellung der Bauarbeiten an die Stadt Göttingen übergeben wurde. Der sechseckige Hauptturm liegt 21,24 Meter, der Steigturm 31,10 Meter über dem 332 Meter hohen Kleperberg. Von der Spitze des Steigturmes kann man nicht nur das Gebirgsplateau des Göttinger Waldes sehen, sondern im Süden auch die Berge des Eichsfelds sowie des Werragebirges (Hörnekuppe, Meißner und Bilstein), im Westen die Weserberge, und im Norden den Harz um den Brocken. jro
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